GPK

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Blanca Steinmann

Luzern, vielseitige Kompetenzen u.a. Projekte und Kommunikation bei Fastenopfer

Herbert Schmid

Solothurn, Ökonom mit Erfahrungsschatz nicht zuletzt aus vielen Jahren bei der DEZA

Informationen zur GPK

Die Geschäftsprüfungskommission Blanca Steinmann und Herbert Schmid begleiten fepa auf ihrem Weg. Sie schauen sich die Arbeit von fepa an, helfen dabei kritische Punkte herauszukristallisieren und versuchen zusammen mit fepa Lösungen zu finden.

MV

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Mitgliederversammlungen

Die Mitgliederversammlung (MV) ist das höchste Gremium von fepa. Sie findet jährlich statt. Die MV wählt die Vorstandsmitglieder auf zwei Jahre. Der Vorstand legt der MV Strategien vor und Rechenschaft ab über die Aktivitäten und die Jahresrechnung.

Bei fepa ist der Vorstand für das Budget verantwortlich, umso wichtiger ist die Rechenschaftspflicht des Vorstandes bei der MItgliederversammlung. Darum nimmt fepa seine Mitgliederversammlung sehr ernst.

Mitgliederversammlung 2020

Einladung zur fepa Mitgliederversammlung 2020

Protokoll der fepa-MV vom 29.8.2020

Einladung zur MV vom 29.8.2020 in Solothurn

Ihre weiteren Unterlagen:

Jahresbericht inkl Jahresrechnung 2019

Revisionsbericht 2019

Protokoll der fepa-MV vom 15.6.2019

Wir freuen uns, Sie an der MV zu begrüssen. Herzlich Willkommen!

Alle früheren Protokolle der Mitgliederversammlungen finden Sie hier.

Frauen und Entwicklung

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Frauen und Entwicklung

Frauen* haben gleiche Rechte wie Männer und tragen zu allen Entwicklungsprozessen bei. Darum soll die Lage von Frauen verbessert werden.
Es sind die gesellschaftlichen Verhältnisse die den Eindruck erwecken, als würden Männer wichtigere Rollen bei der Verbesserung der Welt spielen: Seit 1901 wurden 90 Männer und bloss 17 Frauen mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet, und am WEF waren unter den 3‘000 geladenen Gästen nur 24% Frauen).

Entwicklung braucht Geschlechtergerechtigkeit

Anderseits ist «die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern eines der grössten Hindernisse für nachhaltige Entwicklung, ökonomisches Wachstum und Armutsreduktion», wie die DEZA schreibt.
Die UNO hat darum die Geschlechtergerechtigkeit zu einem Ziel der Nachhaltigkeitsagenda gemacht (Ziel 5): «Wir erkennen, dass die Gleichheit zwischen den Geschlechtern und die Ermächtigung der Frauen und Mädchen einen entscheidenden Beitrag zum Fortschritt leistet. Die Menschheit kann ihr volles Potential nicht ausschöpfen, solange der Hälfte der Menschen ihre Menschenrechte und Möglichkeiten verwehrt bleiben.» Die Wissenschaft untermauert diese politischen Statements.

Ökonomische Entwicklung: Kein Wachstum ohne Frauen


1984 präsentierte die UNO einen ersten Bericht zur Rolle der Frauen in der Entwicklung. Damals ging es noch stark um den Beitrag der Frauen zum Wirtschaftswachstum. Der UNO entging damals schon nicht, dass viele arbeitsintensive Produktionsprozesse im Industriesektor in den globalen Süden verlagert wurden. In den speziellen Exportzonen betrug der Anteil von Frauen in Industriebetrieben oft bereits über 80%. Frauen würden von diesen Verschiebungen zwar auch profitieren, aber der Bericht verwies auf die Notwendigkeit, für Frauen im Industriesektor Verbesserungen zu erreichen. Damals war auch schon bekannt, dass Frauen in der Landwirtschaft eine riesige Rolle übernehmen und dass es darum bei der Förderung von Frauen im Umfeld der landwirtschaftlichen Produktion nicht nur um Gleichstellungsfragen ging, sondern auch um das «Wachstum». Und dann vergass der Bericht nicht eindringlich darauf hinzuweisen dass man den Frauen in der Wissenschaft und Technologie sowie in der Finanzwirtschaft mehr Gewicht geben müsse, um Entwicklung zu stärken.
Seither ist viel passiert – und doch irgendwie zu wenig. Vor allem hat man neue Problemstellungen erkannt. Im neuesten Bericht 2019 geht es zum Beispiel um die Rolle der Frauen bei der unbezahlten Arbeit. Mehr zu den wirtschaftlichen Fragen finden Sie hier.

Soziale Entwicklung


Bei fepa glauben wir aber nicht nur an die Rolle der Frauen als Wirtschaftliche Kraft. Die Gleichberechtigung der Frauen ist eine Voraussetzung für Frieden und Würde und damit auch für eine nachhaltige Entwicklung. Nur wenn Mädchen und Frauen sich in jeder Hinsicht frei und nach ihren Möglichkeiten entwickeln dürfen, prosperieren Gesellschaften vollumfänglich.
Darum setzen wir uns seit den frühen 1960er Jahren für Frauen ein – als Teil unserer Entwicklungs- und Friedensarbeit. Dass diese seit jeher stark von Frauen geprägt wurde, ist sicherlich ein Hauptgrund für die Sensibilität, welche fepa schon immer für Fragen der Frauenrechte und der Frauenförderung hatte. Mehr zu fepa und unserem Einsatz für Frauenanliegen finden Sie hier.
Weil unser Entwicklungsbegriff also weiter ist als nur ökonomische Entwicklung und Wachstum, glauben wir, dass auf einer ganzen Reihe von Gebieten Frauen nicht nur eine Rolle spielen, sondern dass wir wichtige Verbesserungen erreichen müssen, um eine wirklich werthaltige Entwicklung zu machen.

Hindernisse für die Entwicklung von (jungen) Frauen in Simbabwe

Roswita Katsande, Direktorin der simbabwischen Jugendorganisation YETT beschreibt die aktuelle Situation für Frauen in Simbabwe so:
«Frauen werden hier als für die häusliche Sphäre verantwortlich gesehen und sollen die Kinder aufziehen.

Junge Frauen im urbanen Simbabwe treffen täglich auf viele Schwierigkeiten, die einem ungleichen Machtverhältnis der Geschlechter entstammen. Sie setzen sich ein für ihre Gemeinschaften, kämpfen täglich um Land, Wasser, Arbeitsplätze und sehen sich trotzdem systematischer Diskriminierung gegenübergestellt, allein deshalb, weil sie Frauen sind.

Dies bedeutet für Frauen sexuelle und physische Gewalt, geringere Chancen, eine Schule besuchen zu dürfen, überdurchschnittliche Vulnerabilität gegenüber HIV sowie fehlender Zugang zu Besitz- und anderen Rechten.

Urbane Armut ist weit verbreitet in Simbabwe und verunmöglicht Frauen den Zugang zu Gesundheitsversorgung sowie Bildung. Mit ansteigender Arbeitslosigkeit nimmt immer auch die Gewalt gegen Frauen zu.

Der Klimawandel verstärkt unfaire Geschlechterverhältnisse. Wo viel Armut ist, verstärkt sich oft die Benachteiligung von Mädchen und Frauen. Aber auch ganz unmittelbar wirkt sich der Klimwandel aus: Wassermangel hat auf Frauen und Mädchen einen besonders starken Effekt hat, da sie das Wasser nach Hause bringen. Die Situation hat sich durch die landesweite Energiekrise verschärft, da wegen den hohen Benzinpreisen vermehrt Brennholz genutzt wird, das die Frauen ebenso suchen müssen.

Bei all dem haben Frauen zu wenig mitzubestimmen. Wo zum Beispiel in politischen Strukturen Entscheidungen gefällt werden, bleiben Frauen an den Rand gedrängt.»

Lesetipp

Über die Jahre hat sich die Diskussion von «Frauen und Entwicklung» über «Frauen in Entwicklung(sprozessen)» zu «Gender und Entwicklung» bewegt. Unter letzterem Titel existiert seit 25 Jahren eine lesenswerte Zeitschrift.

Climate Heroes

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Climate Heroes

Das Projekt Climate Heroes ist 2019 gestartet mit einem Vortrag der Klimatologin Patrizia Imhof an der Mittelschule in Chakohwa. Die Climate Lecture klärte SchülerInnen zum Thema Klimawandel auf, wie sie mit dessen Folgen umgehen können, aber auch wie sie selbst dazu beitragen können, ihn zu verhindern im Rahmen der Möglichkeiten, über die sie verfügen.

Bei der Climate Heroe Challenge wurden drei Schüler ausgezeichnet als Climate Heroes. Dies bildete die Grundlage für den Anfang einer eigenen Initiative der Schülerinnen und Schüler, bei der sie – unterstützt von einem Lehrer – begannen, Setzlinge in Plastiksäcken zu züchten und im Schulhof eine eigene Baumschule anzulegen.

Nun haben sich die Climate Heroes gemeinsam mit fepa und PORET das Ziel gesetzt, alle SchülerInnen zu Climate Heroes zu machen und die Chakohwa Middle School so zur ersten Klimaschule des Landes zu machen.

Die Schüler sammeln selbst Saatgut der umliegenden Bäume und setzen dies nachher in die mit Erde gefüllten Plastikfolien. So ziehen sie Mahagonis, Mango, und andere Frucht- und Nutzbäume auf. Diese können nachher in der Umgebung, vor allem an Hängen gepflanzt werden. So erhöhen sie die Bodenfruchtbarkeit und binden Wasser, sie erhöhen die Wahrscheinlichkeit auf Niederschlag und kühlen das lokale Klima ab. Dadurch verhindern sie Erosion und stabilisieren sie die Hänge. Ausserdem tragen sie mit Früchten oder später auch Holz als Nutzpflanzen zum Auskommen der Bauernfamilien der Region bei.

Ziel ist es einerseits, den SchülerInnen eine nachhaltige Umgang mit Resourcen beizubringen, aber andererseits auch konkret eine Wirkung zu erzielen. Dadurch lernen sie, dass es durchaus möglich ist, die Vegetation in der Umgebung zu schützen und damit ein Einkommen zu generieren. Letztendlich führt in einem von Hungersnöten und Klimawandel geplagten Land kein Weg an einer landwirtschaftlichen Nutzung vorbei, die sowohl ökologisch, wie auch finanziell und sozial nachhaltig ist.

In der jährlich stattfindenden Climate Lecture werden die SchülerInnen fortan von unterschiedlichen Expert*Innen unterrichtet, die aufzeigen, wie sie sowohl Linderung der Folgen (climate change adaptation) als auch Minderung des Klimawandels (climate change mitigation) bewerkstelligen können.

Die SchülerInnen der Chakohwa Middle School pflanzen zusammen über als 1000 Bäume. Ebenso ist ein neuer Wasserzugagn für die Schule geplant mit Regenwassersammlung.

Weiterführende Informationen

Finanzierung durch:
Crowdfunding im März 2020
Gemeinde Horgen

fepa PartnerorganisationPORET
OrtChakohwa, Chaseyama, Zimbabwe
ZielgruppeKleinbauern im ariden Tiefland von Chaseyama
fepa Beitrag 2020CHF 5500

Stoppt Entführungen, Gewalt und Folter in Simbabwe!

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Stoppt Entführungen, Gewalt und Folter in Simbabwe!

Dieser Tage erschüttert eine weitere Gewalttat Simbabwe. Sie zeigt eine bösartige Seite der politischen Unkultur in diesem Land im südlichen Afrika, das im April eigentlich den vierzigsten Jahrestag seiner Befreiung aus der (kolonialen) Unterdrückung hätte feiern sollen.

Am 14. Mai 2020 wurden drei junge Oppositionspolitikerinnen, darunter die 26-jährige Joanah Mamombe, Mitglied des nationalen Parlaments, während einer Demonstration gegen die Massnahmen des COVID-19-Lockdowns von der Polizei verhaftet. Danach verschwanden sie während eines Tages und einer Nacht von der Bildfläche. Nach eigenen Aussagen wurden sie in eine andere Stadt entführt und dort gefoltert. Sie befinden sich jetzt in Spitalpflege. Die Täter sind bisher nicht bekannt, aber der Verdacht besteht – wieder einmal –, dass es sich um Täter aus dem Umfeld des staatlichen Sicherheitsapparates handelt.

Diese Art von Übergriffen kommt in Simbabwe seit vielen Jahren immer wieder vor. Sie sind geradezu zentral für die Einschränkung der Demokratie in Simbabwe. Denn es gibt eine unsichtbare Grenze, hinter der Entführung, Folter und manchmal der Tod auf jene wartet, die ihre Meinung zu kräftig oder zu öffentlich kundtun. Der Fall von Jestina Mukoko ist noch nicht vergessen. Rund um die Proteste und Wahlen im Jahr 2008 waren junge Frauen Opfer schwerer Übergriffe geworden.

In den sozialen Medien hat sich seit dem Abtritt Mugabes ein Diskurs breitgemacht, ob diese Entführungen nur vorgetäuscht seien. Die Art, wie dieses Thema diskutiert wird, ist nicht nur verletzend, sondern lenkt auch völlig von der Tatsache ab, dass die Polizei in den letzten Jahren keine der Entführungen erfolgreich untersucht hat. Die Täter kommen immer davon. Darum sprechen wichtige Stimmen aus der Menschenrechtsbewegung auch von ‚state-sponsored violence‘.

Der Staat in der Pflicht… und die UNO auch
  • Es kann nur eine Antwort des Staates geben: es braucht unabhängige Untersuchungen der Vorfälle; die Resultate müssen öffentlich sein. fepa unterstützt den Aufruf, dass der UN-Sonderberichterstatter über Folter, Nils Melzer, sich für eine solche Untersuchung stark machen soll.
  • Die Sicherheitsorgane müssen die demokratischen Freiheiten schützen, statt die Unterdrückung der freien Meinungsäusserung zu stützen. Diese Forderung hat der UN-Sonderberichterstatter zum Recht auf Versammlungsfreiheit bereits im letzten September gestellt.

Simbabwe wird Thema in der 44. Sitzung des UN Menschenrechtsrates, die diesen Juni in Genf stattfinden soll.

Weitere Informationen:

Statement der fepa-Partnerorganisation Youth Empowerment and Transformation Trust

Eindringlicher Brief der Menschenrechtsanwältin Beatrice Mtetwa an den Präsidenten Simbabwes

Thread des Menschenrechtsanwalts Coltart auf Twitter

Menschenrechtsrat der UNO: Simbabwe-Seite

Covid-19

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Covid-19 in Südafrika und Simbabwe

Wieviel Ungleichheit in dieser einen Welt ist, erfahren wir in diesen Tagen. Risiken, Gesundheitsversorgung, Lebensumstände und ökonomische Auswirkungen sind ungleich verteilt. Und es ist wahrscheinlich, dass COVID-19 die Ungleichheit vergrössert und viele Menschen in Armut stürzt.

Die Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe lässt sich im Einzelfall nicht steuern. Systematische Benachteiligungen hingegen haben eine Geschichte und können verändert werden. COVID-19 hat ein anderes Gesicht, je nachdem, ob wir in einem gut ausgestatteten Gesundheitssystem oder einem kapitalstarken sozialen Sicherungsnetze aufgehoben sind, oder nicht.

Wir wagen weiterhin zu hoffen, dass die gesundheitlichen Auswirkungen auf die Mehrheit der Menschen auf dem afrikanischen Kontinent kleiner sein werden als hier in Europa. In Südafrika liegt aktuell die Ansteckungsgeschwindigkeit (die Reproduktionszahl R) tiefer. Auch wenn das Gesundheitswesen in den Ländern Afrikas unter der Last von COVID-19 nicht zusammenbricht oder die Lockdown-Massnahmen sanfter sein könnten: der wirtschaftliche Schaden wird immens sein, denn die afrikanischen Wirtschaften sind stark an globale Kreisläufe angeschlossen und ihre auf Rohstoffen und Agrarprodukten basierenden Exportwirtschaften leiden bereits jetzt stark.

Die COVID-19 Krise schärft den Blick von uns allen auf die Probleme und grossen Fragen unserer Zeit, sie zeigt, wie dringend eine Diskussion über Gerechtigkeit und Menschenrechte ist, sie fordert uns zur Solidarität auf, und sie erinnert uns, dass wir Handlungsspielräume und eine Verantwortung haben, unsere Zukunft zu gestalten.

Situationsbericht (Beilage zum Mitteilungsblatt Mai 2020)

Artikel zu Covid in Südafrika und Simbabwe (PDF)

fepa-Partner setzen sich in ihren Gemeinschaften ein

Alle fepa-Partnerorganisationen begegnen der COVID-19-Herausforderung aktiv. Sie schützen ihre MitarbeiterInnen und stehen auch während der Krise für die Interessen jener Menschen ein, die sie vertreten.

fepa hat alle PartnerInnen schnell mit Informationen, moralischer Unterstützung sowie flexiblen Finanzierungen versorgt. Unsere Partnerorganisationen wissen, dass wir ihnen solidarisch und längerfristig zur Seite zu stehen. Denn die Krise wird die Projekte noch lange beeinträchtigen: Ausbildungszentren wie das Kuwadzana Skills Training Center oder Gruppenkurse wie bei PORET bleiben länger eingeschränkt. Und die Informations- und Aufklärungsarbeit an der Basis wird vorübergehend auf kleine Gruppen beschränkt und mit viel Laufarbeit verbunden sein. fepa hat darum zusätzliche Mittel für die Informationsarbeit in den Gemeinschaften und den Schutz von Mitwirkenden überwiesen. Die Projektbeiträge passen wir flexibel an die Entwicklungen an, damit die Organisationen und die Projektziele weiterleben.

Aktuell führen in Simbabwe die Menschenrechtsorganisationen YETT und PYCD Informationskampagnen durch, die sich besonders an junge Menschen richten. Zudem beobachten und kommentieren sie kritisch, wie sich die Massnahmen auf die Bevölkerung auswirken. In Südafrika setzt sich CKFCA besonders für den Gesundheitsschutz der FarmarbeiterInnen ein. fepa-Partner BHASO arbeitet in der Provinz Masvingo in Simbabwe auf Hochtouren, damit Menschen mit HIV trotz kaum noch zu erreichenden Gesundheitsposten zu ihren Medikamenten kommen.

fepa beschäftigt sich auch mit den strukturellen und langfristigen Auswirkungen der Pandemie für die Länder im südlichen Afrika und setzt sich für globale Solidarität ein.

Aktuelles

Für einige Tage teilen wir hier unsere interne Notiz zu COVID-19, die für die fepa-Vorstandssitzung am 30.4.2020 entstanden ist und erst ein leichtes Update erfahren hat.

Unser Partner Dangwe Arts hat einen Covid-19 Aufklärungssong produziert.

Weiterführende Informationen

Wiederaufbau nach Idai unserer Partnerorganisation PORET

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Wiederaufbau nach Idai unserer Partnerorganisation PORET

Was fepa Partneroganisationen tun und wie wir Sie unterstützen

Distrikt Chimanimani: PORET und CPC

Bei unserer agrarökologischen Partnerorganisation PORET wurden die diversen Anlagen zum Sammeln und Versickern von Regenwasser, die in den letzten zwei Jahren auf dem Areal des Trainingszentrums und auf dem Land von KleinbäuerInnen entstanden sind, durch die starken Niederschläge einem harten Test unterworfen. Sie haben diesen bestanden.

Die Mitglieder des Chaseyama Permaculture Club haben beschlossen, zu Gunsten des Wiederaufbaus aus einer Sammlung unter den Mitgliedern einen Solidaritätsfonds zu äufnen, von dem Opfer des Wirbelsturms direkt profitieren.

Primarschule in Ngangu

Obstgarten der Schule in Ngangu

Bei der Primarschule im Dorf Ngangu mit rund 1000 Schülern, wurde von einem Sturzbach der grösste Teil des rund 800 Bäume zählenden Obstgartens weggeschwemmt. Die Bäume, vorwiegend Bananenstauden, wurden vom Wasser ins Tal gerissen und hinterliessen eine Erosionsrinne in der Grösse eines Flussbetts. Rund 100 der Bäume blieben bestehen. PORET unterstützt die Primarschule nun beim Wiederaufbau des Obstgartens. Neu sollen allerdeings eine grössere Vielfalt an Obstbäumen gepflanzt werden. Dies einerseits um das Lernen neuen Wissens zu ermölgilchen, andererseits aber auch, um eine abwechlsungsreichere und gesündere Ernährung der Dorbevölkerung und der Schüler*innen zu ermöglichen.

PORET erwirbt dazu Setzlinge bei lokalen Bauern und unterstützt damit eine lokalisierte Wirtschaft.

Mahagoni-Pflanzungen

Ebenso stellt PORET 1500 selbst gezogene Mahagoni-Setzlinge zu Verfügung, und unterstützt die Bauern beim Pflanzen. Der rote Mahagoni ist ein inzwischen durch Überweidung selten gewordener Baum. Neben seinen Heilwirkungen stabilisiert er auch Hänge relativ gut. Ebenso wird das Holz des Mahagoni-Baums sehr gern benutzt, weshalb die Bäume relativ selten geworden sind und auf der roten Liste fungieren.

Ihre Unterstützung: Spenden an fepa mit Vermerk IDAI

Überweisung auf das Konto CH97 0900 0000 3000 24056 oder online (Vermerk IDAI auf dem Formular als zweiten Vorname eingeben)

Wiederaufbau nach IDAI unserer Partnerorganisation PYCD

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Wiederaufbau nach IDAI unserer Partnerorganisation PYCD

Was fepa Partneroganisationen tun und wie wir Sie unterstützen

Distrikt Chipinge: PYCD mit lokalen Schulräten

Während die Bergregionen Manicalands vor allen von Erdrutschen betroffen waren, wurde das tiefgelegene Chibuwe von den Wassermassen überschwemmt. Im Distrikt Chipinge wurden diverse Schulhäuser beschädigt: Dächer wurden abgerissen, Toilettenanlagen überschwemmt und unterhöhlt. Die Platform for Youth and Community Development (PYCD) hat sehr gute Verbindungen zu den Schulräten in der betroffenen Region und konnte viel Know-How zur Leitung von kleineren Bauprojekten mobilisieren. Darum arbeitet fepa mit PYCD eng zusammen: von fepa kamen finanzielle Unterstützungsversprechen an Schulräte, welche Wiederaufbauprojekte noch vor dem Schulbeginn durchführen konnten.

In Rimbi konnten wir so das Dach der Aula der Primarschule reparieren. Dieses kleine Projekt war innert zwei Tagen abgeschlossen. Weil die Aula täglich auch von den Vorschulkindern für den Kindergartenunterricht benutzt wird, waren alle sehr erleichtert, dass der Unterricht sogleich wieder beginnen konnte.

In Chibuwe war das Projekt etwas grösser. Die halbe Toilettenanlage der Primarschule mit 1‘918 Schülerinnen und Schüler war eingestürzt. Um sie an neuer Lage wieder aufzubauen waren umfangreiche Arbeitsleistungen der Gemeindemitglieder nötig – bis hin zur Herstellung der betonierten Mauersteine. Dieses Projekt wurde Anfang August und damit rechtzeitig vor dem neuen Trimester abgeschlossen. Damit sind die sanitären Anlagen für die vielen Schülerinnen wieder auf einem ausreichenden Stand um einen Minimalstandard an Gesundheitsschutz zu gewähren.

Ihre Unterstützung: Spenden an fepa mit Vermerk IDAI

Überweisung auf das Konto CH97 0900 0000 3000 24056 oder online (Vermerk IDAI auf dem Formular als zweiten Vorname eingeben)

Weitere Informationen zum Zyklon IDAI

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Weitere Informationen zum Zyklon IDAI

Der Wirbelsturm Idai: spontane Hilfe und langfristiger Wiederaufbau

Im März 2019 rollte der Wirbelsturm Idai über Mozambique und Manicaland im Osten Simbabwes.  Der Zyklon traf dabei hauptsächlich die beiden Distrikte Chimanimani und Chipinge, in denen zwei fepa Partnerorganisationen beheimatet sind.

Möchten Sie den Wiederaufbau nach Idai unterstützen? Wir sind auf Ihre Spenden angewiesen.

Schwere Schäden an Leben und Infrastruktur

Es handelt sich um eine der schwersten Naturkatastrophen, die das Land je erlebte. Heftige Winde brachten Gebäude zum Einsturz und starke Niederschläge lösten innert kurzer Zeit Überschwemmungen und Erdrutsche aus. Dies ist vor allem deshalb dramatisch, weil der Zyklon die Region während der Erntezeit erreichte, in einem Gebiet, das unter anhaltender Dürre leidet und in dem ein Drittel der Lebensmittel Simbabwes produziert werden.

Mehrere hundert Menschen kamen ums Leben. 60‘000 Menschen wurden durch den Zyklon obdachlos und verloren ihr Hab und Gut, die Produkte ihrer Arbeit und ihre Nutztiere. Ein Bericht der Regierung, der mit Unterstützung internationaler Organisationen erstellt wurde, geht von materiellen Schäden von 500-760 Millionen USD aus. Der Wirbelsturm zerstörte Felder und verursachte Erosionsschäden und, und er beschädigte Infrastruktureinrichtungen aller Art, von denen Schulen, Gesundheitseinrichtungen sowie Energie- und Wasserversorgung betroffen sind. Der Zyklon hat viele direkte Konsequenzen und mittel- und längerfristigen Folgen.  Das stehende Wasser begünstigt unmittelbar die Verbreitung von Krankheiten – darum impfte man grossflächig gegen Cholera– sowie die Vermehrung von krankheitsübertragenden Organismen wie Moskitos. Die durch den Wirbelsturm erschwerte sozioökonomische Situation führt zu Abwanderung aus den betroffenen Gebieten.

Im Bereich der Landwirtschaft geht der Bericht von Wiederherstellungskosten von jeweils rund 17 Millionen USD aus für kurz-, mittel- und langfristige Massnahmen. Diese reichen von der Aufforstung und Neupflanzungen entwurzelter Obstbäume, Verteilen von Saatgut, Wiederaufbau von Bewässerungssystemen und Silos bis hin zu finanziellem Ersatz für die entstandenen Verluste oder neuen Strategien zur Sicherung des Marktzugangs landwirtschaftlicher Produkte aus der Region.

Für den Aufbau von Wasser- und sanitärer Versorgung (WASH) veranschlagt der Bericht ebenfalls einen Gesamtbetrag von 17 Mio USD. Für den Wiederaufbau der medizinischen Grundversorgung, mit Priorität auf der Müttergesundheit belaufen sich die Kosten auf 12 Mio USD. Für den Wiederaufbau von Bildungsinstitutionen und die Wiederbeschaffung zerstörter Ausstattung der Klassenräume wird mit USD 6.5 Mio gerechnet.

SimbabwerInnen für SimbabwerInnen

Viele SimbabwerInnen haben sich in den ersten Wochen nach der Katastrophe spontan in der Hilfe für die Opfer des Wirbelsturms engagiert. Sie spendeten Nahrungsmittel, Decken und sorgten für Angehörige. Unsere Partner setzten sich besonders für die Verletzlichsten ein: Kinder und Jugendliche. Jetzt beobachten sie kritisch die korruptionsgefährdete Umsetzung der Massnahmen auf lokaler Ebene und setzten sich mit eigenen, unbürokratischen Selbsthilfeprojekten für den langfristigen Wiederaufbau ein. Fepa unterstützt seine Partner dabei. Ihre Spende hilft.

Ihre Unterstützung: Spenden an fepa mit Vermerk IDAI

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