16 Days of Activism – Gemeinsam gegen geschlechtsbasierte Gewalt
16 Tage 2025: Organisation der Community of Practice engagierten sich
Nkabazwe Community Radio
- Rund 10 Facebook-Posts zu GBV -Informationsposts, Fotos und Videos
- Solidaritätsbotschaften
- Berichterstattung über und Teilnahme an Treffen, öffentlichen Märschen und Mahnwachen, u. a. beim Gweru City Council March

Nkabazwe Community Radio war sehr aktiv und nutzte seine Reichweite konsequent zur Aufklärung, Mobilisierung und öffentlichen Positionierung gegen GBV.
Girls and Women Empowerment Network (GWEN)
- Tägliche Posts während der gesamten 16 Tage Politische Einordnung von GBV als nationale Notlage
- Starker Fokus auf technologiegestützte geschlechtsspezifische Gewalt (TFGBV)
- Beiträge zu digitaler Gewalt in Beziehungen
- Teilnahme an Märschen und Advocacy-Aktionen in Chitungwiza
- Beteiligung an hochrangigen politischen Dialogen in Harare -Umfangreiche Reposts und Vernetzung mit Partnerorganisationen (u. a. KumbeKumbe, YET Trust, Rural Young Women, fepa)

GWEN war eine der aktivsten Organisationen und nutzte Social Media gezielt für Aufklärung, politische Positionierung, Mobilisierung und Vernetzung.
Munondida Foundation
- Durchführung einer Vor-Ort-und Online-Veranstaltung am 27. November in Harare im Rahmen der 16 Days
Geringe Online-Sichtbarkeit, aber eine konkrete kampagnenbezogene Veranstaltung.
KumbeKumbe Arts Trust
- GBV-Kunstausstellung an der Zengeza 2 High School Theater-und Rollenspielsession „Why Didn’t She Leave“ im GWEN Nest
- Großes GBV-Mural-Projekt „Madziro Ane Nzeve“ an der Seke 6 High School -Regelmäßige Behindthe-Scenes-Posts, Live-Updates und Unveiling-Berichte
- Enge Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnerorganisationen Zusammenfassung: KumbeKumbe war sehr aktiv und nutzte Kunst, Schulen und öffentliche Räume als zentrale Werkzeuge für Prävention, Aufklärung und Jugend-Empowerment.

KumbeKumbe war sehr aktiv und nutzte Kunst, Schulen und öffentliche Räume als zentrale Werkzeuge für Prävention, Aufklärung und Jugend-Empowerment.
RIGE
- Drei Facebook-Posts insgesamt:
- Kampagnenauftakt mit Solidaritätsbotschaft
- Aufruf zur Einbindung von Männern und Jungen als Verbündete
- Zusammenarbeit mit traditionellen Führungspersonen und Fokus auf digitale Gewalt

Begrenzte Posting-Aktivität, aber mit klarem Fokus auf Allyship, Solidarität und kollektive Verantwortung.
Sprout Women Empowerment Trust (SWET)
- Facebook-Posts und Videos zu Fokusgruppendiskussionen mit jungen Frauen
- Thematischer Schwerpunkt auf technologiegestützter GBV und digitaler Sicherheit Organisation von Paneldiskussionen und Vor-Ort-Veranstaltungen
- Moderate Beteiligung mit Fokus auf Offline-Dialogformate und gezielte Online Inhalte zu digitaler Gewalt

Moderate Beteiligung mit Fokus auf Offline-Dialogformate und gezielte Online Inhalte zu digitaler Gewalt.
Rural Young Women Support Network (RYWSN)
- Organisation einer männerzentrierten Veranstaltung: „Men, Join the Fight Against GBV!“
- Informationsposts mit GBV-Statistiken und Einordnung als Menschenrechtsverletzung
- Starker Fokus auf Empowerment junger Frauen und kollektive Verantwortung

Aktive Arbeit zu Awareness und Männerbeteiligung, kombiniert mit Informations-und Mobilisierungsinhalten.
Rise N Shine Trust
- Sefelepelo Sebata hat im Namen von Rise N Shine Trust mehrere umfassende Artikel zu den ‚16 Tagen gegen geschlechtsspezifische Gewalt‘ veröffentlicht.
- Die Artikel thematisieren die Herausforderungen digitaler Aktivismusarbeit gegen geschlechtsspezifische Gewalt, insbesondere in ländlichen und peri-urbanen, marginalisierten Gemeinschaften.
- Sie zeigen auf, wie digitale Ungleichheit (fehlender Zugang zu Geräten, Internet, Strom und digitaler Kompetenz) dazu führt, dass Gewalt unsichtbar, verspätet oder gar nicht gemeldet wird.
- Ein Fokus liegt auf dem Zusammenhang zwischen feministischer Sichtbarkeit und Gegenreaktionen, wie Online-Hass, Cybermobbing und toxischen Männlichkeitsmustern.
- Die Beiträge betonen, dass der wahrgenommene Anstieg von Gewalt oft ein Anstieg von Sichtbarkeit und Berichterstattung ist.

Die Artikel analysieren, wie digitale Ungleichheit und gesellschaftliche Machtstrukturen den Kampf geschlechtsspezifische Gewalt erschweren.
Auch in jedem Jahr vorher haben sich Partnerorganisationen von fepa engagiert.
Leider haben wir das hier nicht dokumentiert.
2021

Die 16 Aktionstage im Jahr 2021 zeigen, dass eine geschlechtergerechte Gesellschaft SDG 5 nicht erreicht werden kann, wenn nicht andere Ziele wie der Zugang zu sauberer Energie, die Beendigung der Armut, sicherere, nachhaltige Städte und stärkere Institutionen verwirklicht werden.
Bericht: Kumbirai Kahiya
Die Aktivitäten, die von unserem Verbund von jungen simbabwischen Organisationen durchgeführt wurden, zeigte die vielschichtigen Ursachen für sexualisierte und geschlechtsbasierte Gewalt und wie umfassend alle Gemeinschaften Simbabwes davon betroffen sind. In der Gesamtschau zeigt sich auch eine innovative Breite der Reaktionsstrategien, welche die Organisationen verfolgen.
Sie setzten darauf, Interessengruppen einzubinden, bei kritischen Bevölkerungsschichten das Bewusstsein zu schärfen, mit Protestmärschen eine grosse Zahl von Menschen zu mobilisieren, im Dialog Lösungen für konkrete Missstände suchen, junge Menschen via soziale Medien aufzurütteln, und mit Lobbyarbeit und Aktionsgruppen die Anwendung von Gesetzen durch Gerichte voranzubringen.
Von Frauenbildung bis hin zur Sensibilisierung der Gemeinschaften
Die jungen Organisationen klärten über Rechte und über Gewalt auf, bestärkten die Gemeinschaften, ihre Stimme gegen sexuelle und geschlechtsspezifische Gewalt, einschließlich Kinderehen und auch politisch motivierter Gewalt gegen Frauen und Mädchen, zu erheben. Sie lancierten auch Initiativen zur Verbesserung des Lebensunterhalts und kreierten Lern- und Engagementplattformen zum Thema der Kampagne. Die Better Life Foundation befasste sich mit einem konkreten Fall von körperlicher Gewalt gegen ein junges Mädchen durch einen Schulkameraden, der vor Gericht als Mobbingfall verhandelt wurde. Die Organisation machte daraus eine bezirksweite Sensibilisierungskampagne, die die Öffentlichkeit, einschließlich der Ranghöheren, über geschlechtsbasierte Gewalt und deren Auswirkungen auf die Gemeinschaft und die nationale Entwicklung aufklärte.
Wir vom Girls and Women Empowerment Network brachten das Community Cinema in die ländlichen Gemeinden von Beatrice und Seke und nutzte Dokumentar- und Spielfilme mit einschlägigen Geschichten, um junge Menschen zu ermutigen, sich gegen sexualisierte und geschlechtsbasierte Gewalt auszusprechen und zu handeln. Filmische Mittel nutze auch RIGE in der Region der Midlands zur Sensibilisierung von Minenarbeiter:innen und der umliegenden Gemeinden in den Midlands für die sexuelle Ausbeutung von Kindern.
In einer virtuellen Feedback-Sitzung zu den von fepa mitfinanzierten 16-Tage-Aktivitäten tauschten die Partner Erfolge und Herausforderungen aus. Den verschiedenen Initiativen ist gemeinsam, dass sie innerhalb der Gemeinschaften arbeiten und die Interessenvertreter:innen in die Planung und Durchführung der Aktivitäten einbeziehen. Alle kämpften mit den Einschränkungen im Zusammenhang mit COVID 19 und mit zu wenig finanziellen Ressourcen. Alle stellten auch fest, dass zwischen den Generationen grosse Meinungsunterschiede bestehen, über den Umgang mit den Rechten, welche sie einfordern. Differenzen zeigten sich auch bei der Einbindung von Männern. Insbesondere jene, die in tief patriarchal geprägten Gemeinschaften arbeiten, sind noch immer auf der Suche nach Männern, die sich als alliierte Anlaufstellen in den Dienst des Wandels stellen. Die größte Herausforderung in der 2021er-Phase der 16 Tage ist die fehlende Finanzierung der 16-Tage-Aktivitäten.
Kumbirai Kahyia ist Direktorin des Girls and Women Empowerment Network mit Sitz in Chitungwiza, Simbabwe. GWEN ist eine Partnerorganisation von fepa und Teil der Praxisgemeinschaft für Frauenrechte und Geschlechtergerechtigkeit.



