Cabo Delgado

Facebook

Nothilfe im Krisengebiet Cabo Delgado

Seit 2017 wird die Provinz Cabo Delgado im Norden Mosambiks von kriegerischen Wirren heimgesucht. Der Ärger und die Unzufriedenheit der Bevölkerung werden von islamistischen Terroristen und kriminellen Elementen geschürt. Anfang 2021 erreichte der Krieg mit der Eroberung der Distrikthauptstadt Palma einen Höhepunkt. Dabei gerät die Bevölkerung zwischen die Fronten von staatlichen Sicherheitskräften und Aufständischen. Als Folge davon sind 700’000 Menschen in andere Distrikte der Provinz geflohen. Der Flüchtlingsstrom stellt eine grosse Herausforderung für die lokale Bevölkerung rund um die Provinzhauptstadt Pemba dar.

Die Ursachen für den Konflikt sind vielschichtig. Eine wichtige Rolle spielen die grossen Gasvorkommen, die der französische Konzern Total mit einem gigantischen Gasverflüssigungsprojekt an der Küste vor Palma abbauen will. Das Projekt im Umfang von 120 Mia. US-Dollar wurde nach dem Angriff auf Palma aufgrund von «höherer Gewalt» aus Sicherheitsgründen eingestellt. Die lokale Bevölkerung realisierte, dass sie entgegen den in das Projekt gesetzten Erwartungen nichts zu erwarten hat. Im Gegenteil: sie wurde von ihrem Land vertrieben. Auch sonst steht vieles im Argen in der Gegend, wo illegaler Edelsteinabbau und -schmuggel sowie Drogenhandelsrouten die Sicherheit der Menschen vor Ort gefährden. Dazu kommen korrupte Regierungsangestellte, die nur an Selbstbereicherung interessiert sind.

fepas Engagement

Von 2005 bis 2009 führte fepa in Zusammenarbeit mit dem Solothurner Arzt Reiner Bernath in Mocimboa da Praia nahe der Grenze zu Tansania ein Moskitonetz-Projekt zum Schutz von Müttern und Kleinkindern vor Malaria durch. Reiner Bernath war dort als Arzt für die Gesundheitsdirektion Cabo Delgado im Einsatz gewesen und wollte nach seiner Rückkehr einen zusätzlichen Beitrag leisten. Jetzt ist das Spital von Mocimboa da Praia zerstört und viele BewohnerInnen des ehemals so friedlichen kleinen Küstenortes mussten fliehen. Über einen Bekannten in Pemba konnte Reiner Bernath direkte Hilfe für Geflüchtete sicherstellen. Er hat sich erneut an fepa gewandt, um weitere Hilfeleistungen zu organisieren. Dabei hat sich gezeigt, dass die Ankunft einer grossen Anzahl von Vertriebenen Landkonflikte mit der ansässigen Bevölkerung generiert. Deshalb unterstützt fepa mit der Associação Cultural Novos Horizontes zusätzlich auch eine Theatergruppe, welche mit Sensibilisierungsarbeit in den Distrikten auf Konfliktlösungen hinarbeitet.

Austauschbesuch mit zwei Frauenrechtsaktivistinnen aus Simbabwe

Facebook

Wissens- und Erfahrungsaustausch in der Schweiz rund ums Thema Frauenrechte

Im Rahmen des internationalen Frauentages und des Weltgebetstags der Frauen 2020 lädt fepa zwei Aktivistinnen aus Simbabwe in die Schweiz ein. Um einen gegenseitigen Austausch zu ermöglichen werden sie ihre Erfahrungen aus der Gleichstellungsarbeit in Simbabwe päsentieren: „STEH AUF…/Rise…!“

Austauschbesuch mit zwei Frauenrechtsaktivistinnen aus Simbabwe

Austausch

Solidarität geht nicht ohne Begegnung und Austausch – wer sich versteht, kann besser zusammenarbeiten und neue Erfahrungen machen. Der Austausch macht die Zusammenarbeit zu einem Geben und Nehmen, in dem alle eine Mitsprache haben und voneinander lernen können. Wir schaffen eine Plattform für solche Begegnungen, von unten her kann so eine globale Solidarität wachsen.

Der Feminismus auf dem afrikanischen Kontinent hat auf den ersten Blick seine Eigenheiten: ein von patriarchalen Traditionen geprägter Alltag untergräbt die Rechte der Frauen. Andererseits sind die Befreiungskämpfe der Frauen gar nicht so lokal spezifisch, denn sie drehen sich oft um vergleichbare Ungerechtigkeiten und verweigerte Rechte: man braucht sich nur die Themen des Frauenstreiks vom 14. Juli vor Augen zu führen!

Zudem hat die Gleichberechtigung der Frau (und von diversen Geschlechtern) eine globale Dimension. Darum wollen wir über das Engagement der Frauen in Simbabwe hören, aber auch globales Engagement thematisieren und Menschen in der Schweiz anregen, über diese internationalen Dimensionen des Engagements und Kampfes für Frauenrechte und Geschlechtergerechtigkeit nachzudenken.

Das Programm finden Sie unter Veranstaltungen

Hintergrundinformationen finden Sie unter Advocacy

Zyklon Idai

Facebook

Der Wirbelsturm Idai: spontane Hilfe und langfristiger Wiederaufbau

wiederaufbau nach dem Sturm Idai

Im März 2019 rollte der Wirbelsturm Idai über Mozambique und Manicaland im Osten Simbabwes. Der Zyklon traf dabei hauptsächlich die beiden Distrikte Chimanimani und Chipinge, in denen zwei fepa Partnerorganisationen beheimatet sind.

Lesen Sie hier im Detail, was IDAI ausgelöst hat und die Zusammenfassung eines Regierungsberichtes darüber. Wie unsere beiden Partnerorganisationen PYCD und PORET darauf reagieren lesen Sie in einem Bericht im fepa-Mitteilungsblatt oder hier. Im Anschluss dazu findet auch das Projekt Climate Heroes statt.

Möchten Sie den langfristigen Wiederaufbau nach Idai unterstützen? Wir sind auf Ihre Spenden angewiesen.

Schwere Schäden an Leben und Infrastruktur

Es handelt sich um eine der schwersten Naturkatastrophen, die das Land je erlebte. Heftige Winde brachten Gebäude zum Einsturz und starke Niederschläge lösten innert kurzer Zeit Überschwemmungen und Erdrutsche aus. Dies ist vor allem deshalb dramatisch, weil der Zyklon die Region während der Erntezeit erreichte, in einem Gebiet, das unter anhaltender Dürre leidet und in dem ein Drittel der Lebensmittel Simbabwes produziert werden.

SimbabwerInnen für SimbabwerInnen

Viele SimbabwerInnen haben sich in den ersten Wochen nach der Katastrophe spontan in der Hilfe für die Opfer des Wirbelsturms engagiert. Sie spendeten Nahrungsmittel, Decken und sorgten für Angehörige. Unsere Partner setzten sich besonders für die Verletzlichsten ein: Kinder und Jugendliche. Jetzt beobachten sie kritisch die korruptionsgefährdete Umsetzung der Massnahmen auf lokaler Ebene und setzten sich mit eigenen, unbürokratischen Selbsthilfeprojekten für den langfristigen Wiederaufbau ein. Fepa unterstützt seine Partner dabei. Ihre Spende hilft.

Was fepa Partneroganisationen tun und wie wir Sie unterstützen

Distrikt Chimanimani: PORET und CPC

Bei unserer agrarökologischen Partnerorganisation PORET wurden die diversen Anlagen zum Sammeln und Versickern von Regenwasser, die in den letzten zwei Jahren auf dem Areal des Trainingszentrums und auf dem Land von KleinbäuerInnen entstanden sind, durch die starken Niederschläge einem harten Test unterworfen. Sie haben diesen bestanden.

Die Mitglieder des Chaseyama Permaculture Club haben beschlossen, zu Gunsten des Wiederaufbaus aus einer Sammlung unter den Mitgliedern einen Solidaritätsfonds zu äufnen, von dem Opfer des Wirbelsturms direkt profitieren.

Distrikt Chipinge: PYCD mit lokalen Schulräten

Im Distrikt Chipinge wurden diverse Schulhäuser beschädigt: Dächer wurden abgerissen, Toilettenanlagen überschwemmt und unterhöhlt. Die Platform for Youth and Community Development (PYCD) hat sehr gute Verbindungen zu den Schulräten in der betroffenen Region und konnte viel Know-How zur Leitung von kleineren Bauprojekten mobilisieren. Darum arbeitet fepa mit PYCD eng zusammen: von fepa kamen finanzielle Unterstützungsversprechen an Schulräte, welche Wiederaufbauprojekte noch vor dem Schulbeginn durchführen konnten.

In Rimbi konnten wir so das Dach der Aula der Primarschule reparieren. Dieses kleine Projekt war innert zwei Tagen abgeschlossen. Weil die Aula täglich auch von den Vorschulkindern für den Kindergartenunterricht benutzt wird, waren alle sehr erleichtert, dass der Unterricht sogleich wieder beginnen konnte.

In Chibuwe war das Projekt etwas grösser. Die halbe Toilettenanlage der Primarschule mit 1‘918 Schülerinnen und Schüler war eingestürzt. Um sie an neuer Lage wieder aufzubauen waren umfangreiche Arbeitsleistungen der Gemeindemitglieder nötig – bis hin zur Herstellung der betonierten Mauersteine. Dieses Projekt wurde Anfang August und damit rechtzeitig vor dem neuen Trimester abgeschlossen. Damit sind die sanitären Anlagen für die vielen Schülerinnen wieder auf einem ausreichenden Stand um einen Minimalstandard an Gesundheitsschutz zu gewähren.

Ihre Unterstützung: Spenden an fepa mit Vermerk IDAI

Überweisung auf das Konto CH97 0900 0000 3000 24056

oder online (Vermerk IDAI auf dem Formular als zweiten Vorname eingeben)

Livelihood

Facebook

LIVELIHOOD-PROJEKT: Finanzkompetenzen und Mikrofinazierung für Frauen

Das Livelihood-Projekt bildet Frauen in Unternehmerinnentum und Finanzmanagement aus, begleitet sie bei der Unternehmensgründung. Zusätzlich erhalten sie Zugang zu Businesskrediten und somit zu Kapital um ihre Projekte – meist in der Landwirtschaft- zu finanzieren

Aktuell

Momentan erhalten 15 Frauen in einer Pilotphase eine auf ihre jeweiligen Bedürfnisse zugeschnittene Ausbildung. Diese beinhaltet ein praktisches Coaching-Programm, das sie bei ihren unterschiedlichen geschäftlichen Aktivitäten begleitet.

Frauen fördern – die Gesellschaft nachhaltig verändern

Seit 2009 verliert die lokale Dofgemeinschaft nach und nach den Zugang zu Landstücken da diese von Konzernen für die Produktion von Bio-Ethanol verwendet werden. Dies stellt für viele Bauernfamilien ein finanzielles Problem dar, das ihre Lebensgrundlage schmälert. Dies führt zu erhöhter Armut. Hinzu kommt eine starke Belastung durch die aktuelle Dürreperiode, 2019 geht als eines der trockensten Jahre in die Geschichte Simbabwes ein.

In Folge kommt es vermehrt zu Problemen wie Schulabbrüchen, Diebstählen, erhöhter Prostitution, Kinderheiraten sowie die Verdingung von Kindern, vorzugsweise Mädchen. Häufig wandern Familienväter in die Nachbarstaaten Südafrika und Botswana aus, um dort ein Einkommen zu finden, Dies ist allerdings häufig schwierig. Die Frauen bleiben alleine mit den Kindern zurück und machen sich auf die Suche nach einem neuen Einkommen. Die Landwirtschaft alleine reicht nicht aus, um die Familie zu ernähren.

Frauen versuchen in der Dorfgemeinschaft Kleinunternehmen aufzubauen. Dafür nutzen sie die kleinen Landflächen, die ihnen geblieben sind, für Gemüseanbau, Schweine- oder Geflügelzucht.

Das Livelihood-Projekt entstand auf Initiative unserer Partnerorganisation PYCD (Platform für Jugend- und Gesellschaftsentwicklung), seit 2008 in Chipinge aktiv. Es hat sich gezeigt, dass häufig zwar technische Fähigkeiten für neue Projekte vorhanden sind, grundlegende unternehmerische Fähigkeiten jedoch fehlten, und Kapital nicht oder nur schwer zugänglich war. Genau an diesem Punkt setzt das Projekt an.

Das Hauptziel des Projekts ist es, Lösungen zu finden, wie mit den finanziellen Herausforderungen der Frauen umgegangen werden kann. 

Forschung zeigte, dass geförderte Frauen einen Grossteil ihres erwirtschafteten Einkommens in Projekte investieren, die der Dorfgemeinschaft zu Gute kommen und es dafür verwenden, weitere Familienmitglieder zu ernähren oder ihnen Ausbildungen zu finanzieren. Manchmal wird jedoch auch in Projekte investiert, die wenig rentabel sind. Darum zielt das Projekt darauf ab, effizient und wirtschaftlich nachhaltig zu investieren. Wenn Frauen finanziell unabhängig von ihren Männern sind, verbessert sich ausserdem ihre soziale Position. Damit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Gleichstellung von Frauen und Männern und erfüllt es die Zielvorgaben des SDGs 5 (Gender Equality). Weitere SDGs werden damit unterstützt.

fepa PartnerorganisationPlatform for Youth Development
OrtChipinge, Zimbabwe
ZielgruppeUnternehmerinnen, Frauen allgemein
fepa Budget bis 7/2020CHF 10’000

Mit Ihrer Spenden zugunsten dieses Projektes…

unterstützen Sie Frauen in der Unternehmensbildung und Unternehmensgründung.

Spenden für Unabhängigkeit

FarmarbeiterInnen

Facebook

Farmarbeiter_innen

CRLS-Startseite

Zusammen mit dem CRLS (Centre for Rural Legal Studies) bestärken wir FarmarbeiterInnen und ihre Familien, für die Verbesserung ihrer oftmals verheerenden Lebens- und Arbeitsbedingungen einzutreten und die Abhängigkeit von den Farmbesitzern zu verringern. Dafür fördern wird die Arbeit der Selbsthilfeorganisation CKFCA.

Aktuell

Covid-19 trifft die Gemeinschaften der FarmarbeiterInnen in Südafrika hart. Ein Netzwerk von Gemeinschafts-AktivistInnen der CKCFA hat sich gebildet, das mit Nothilfe und mit sozialer und psychologischer Unterstützung zur Stelle ist.

Besserstellung von Landarbeitergemeinschaften

«Nichts mehr über uns ohne uns» lautet der Slogan der Farmarbeitergemeinschaften in der zentralen Karoo, die seit 2013 als Organisation formell registriert sind. Damit bringen die Farmarbeiter zum Ausdruck, worunter sie in den vergangenen Jahrhunderten am meisten litten.
Obwohl lange Stunden für wenig Lohn gearbeitet werden muss, geht es hier nicht einfach um gewerkschaftliche Anliegen. Das Leben der Farmarbeiterfamilien spielt sich auf der Farm ab, wobei eine grosse Abhängigkeit vom Arbeitgeber besteht. Wohnrechte, Zugang zu Wasser und sanitären Einrichtungen, zu Schule, Transportmöglichkeiten zum nächsten Geschäft, all dies hängt zu oft vom guten Willen des Farmbesitzers ab.

Auch mehr als 20 Jahre nach dem Ende der Apartheid werden die in der Verfassung garantierten Rechte im Alltag nicht umgesetzt. Die Regierung hat zwar Gesetze zum Schutz der FarmarbeiterInnen erlassen – diese sind jedoch auf der Durchführungsebene nicht angekommen. Ungefähr 900’000 LandarbeiterInnen, mehrheitlich Frauen, werden in Südafrika in der Landwirtschaft zumeist saisonal beschäftigt. Sie leben geographisch isoliert und haben kaum Zugang zu Informationen. Aufgrund der prekären Lebensbedingungen ist ihr Hauptanliegen meist, das Überleben ihrer Familien zu sichern. Häusliche Gewalt und Alkoholismus sind häufig.
Das Projekt erzielte in den letzten Jahren grosse Fortschritte: Dank der neuen Organisation können die FarmarbeiterInnen zum ersten Mal gemeinsame Forderungen erheben und diese gegenüber Behörden und Farmbesitzern vertreten.

In unserem Projekt identifizierten die FarmarbeiterInnen Ihre wichtigsten Probleme und werden dabei unterstützt, sich dieser anzunehmen. Sie wehren sich gegen ungerechtfertigte Entlassungen und Vertreibungen von den Farmen, nehmen das Thema des Alkohol- und Drogenmissbrauchs auf, führen aber auch Workshops über das Führen eines Haushaltsbudgets durch. Zudem durchbrechen sie eine Mauer des Schweigens, zum Beispiel indem sie sich im Gemeinschaftsradio zu Wort melden.

Die fepa-Partnerorganisation CRLS (Centre for Rural Legal Studies) in Stellenbosch unterstützt und stärkt die kürzlich gegründete Organisation der lokalen Farmgemeinschaften indem sie die VertreterInnen der FarmarbeiterInnen dazu befähigt, ihre Interessen gegenüber Behörden und Farmbesitzern zu vertreten. Zudem hilft CRLS beim Aufbau der Organisation und bei der Vorbereitung einer Kampagne für bessere Wasserversorgung und sanitäre Einrichtungen auf den Farmen.

fepa PartnerorganisationCentre for Rural Legal Studies, Stellenbosch und Central Karoo Farmworkers Association
OrtSüdafrika, Zentrale Karoo
ZielgruppeFarmarbeiterInnen und ihre Familien
fepa Beitrag 2017CHF 30’000
fepa Beitrag 2018CHF 15’000
fepa Beitrag 2019CHF 15’000
fepa Beitrag 2020CHF 26’500

Mit Ihrer Spenden zugunsten dieses Projektes…

unterstützen Sie FarmarbeiterInnen und ihre Familien, die in der zentralen Karoo für ein würdiges Leben kämpfen.

Spenden für Lebensqualität

Finanzielle Unterstützung

  • Röm.-Kathol. Gesamtkirchengemeinde Bern
  • Röm.-Kathol. Kirchgemeinde Emmen
  • Reformierte Kirchgemeinde Luzern
  • Reformierte Kirche des Kantons St. Gallen
  • Röm.-Kathol. Kirchgemeinde Zug

Weiterführende Informationen