Bauphase Frauenhaus

Kumbis Frauenhaus: von der Vision zum fertigen Gebäude

Im Februar 2026 fiel der Startschuss für den Bau des Frauenhauses. Seitdem ist viel passiert. Aus einer Idee enstand Stück für Stück ein konkretes Gebäude und ein Ort, an dem Frauen Schutz, Sicherheit und Unterstützung finden werden.

Im Juni war die Gebäudehülle fertig. Anschliessend verlagerte sich der Fokus ins Innere des Gebäudes. Der Innenausbau nahm Form an, eine Decke, Elektro- und Sanitäranlagen wurden installiert. Mit jedem Arbeitsschritt wurde sichtbarer, was zuvor lange geplant und vorbereitet worden war.

Wie ist das Frauenhaus entstanden?
In unserem vollständigen Baubericht geben wir weitere Einblicke in die Bauphase.

Zu Baubeginn waren Céline und Marcel vor Ort.

Einige Fotos von diesem Besuch im Januar und Februar gibt es hier.

Das Team hinter dem Frauenhaus

Das Team


In unserer Team-Story geben wir Einblicke zu den Personen, die hinter dem Frauenhaus stehen und mit ihrer Arbeit dazu beitragen, dass der Betrieb sichergestellt wird.

Die Pilotphase des Frauenhauses und des Teams ist gestartet. In den kommenden rund 100 Tagen entsteht der Betrieb Schritt für Schritt: Die Sozialarbeiterinnen begleiten die Bewohnerinnen in ihrem Alltag, bieten psychosoziale Unterstützung und entwickeln gemeinsam mit ihnen passende Strukturen und Perspektiven.

Die Pilotphase bietet Raum, um Erfahrungen zu sammeln, Abläufe zu erproben und das Angebot laufend weiterzuentwickeln. So wird eine wichtige Grundlage geschaffen, damit GWEN voraussichtlich ab März/April 2027 in den regulären Betrieb übergehen kann.

Hinter diesem Aufbau steht ein engagiertes Team, das mit unterschiedlichen Fachkenntnissen und Aufgaben dazu beiträgt, GWEN mit Leben zu füllen und den Betrieb aufzubauen.

Hier gehts zur Team-Story: https://fepafrika.ch/wp-content/uploads/GWEN_Staff-1-1.

Übersicht GWEN

Das Areal von GWEN in Seke

GWEN ist weit mehr als ein Frauenhaus. Neben dem Frauenhaus gehören auch das Smart Girls Nest und ein Garten zum GWEN-Projekt. Jeder dieser Bereiche erfüllt eine eigene Funktion und trägt dazu bei, Frauen und Mädchen einen sicheren Raum, neue Perspektiven und Möglichkeiten für ein selbstbestimmtes Leben zu bieten.

Damit ihr euch das gesamte GWEN-Gelände und das Zusammenspiel der verschiedenen Bereiche besser vorstellen könnt, haben wir mithilfe von KI eine Übersichtskarte des Geländes erstellt.

Schaut euch die Karte an und entdeckt GWEN als das, was es wirklich ist: mehr als ein Frauenhaus – ein Ort für Schutz, Gemeinschaft und neue Perspektiven.

Shelter: Das Frauenhaus bietet einen sicheren Raum für gefährdete Frauen.

Smart Girls Nest: Mädchen und Frauen können an einem Computerkurs teilnehmen und die Bibliothek besuchen.

Küche: In der Küche werden gemeinsam Mahlzeiten zubereitet.

Greenhouse und Garten: Die Produkte werden für die Mahlzeiten vor Ort verwendet oder verkauft.

Water Point: Damit vor Ort sauberes Wasser vorhanden ist.

Gazebo Space: Im Pavillon werden Spiele gespielt und Community Events durchgeführt.

Fischteich: Dieser ist noch in Planung und soll zur Lebensmittelsicherheit beitragen. Noch im Oktober macht GWEN und Frauen einen Studienbesuch bei einer befreundeten Organisation, die mit Frauengruppen Fischteiche betreibt.

Statuten 2026

Traktandum 8: Statuten: Bestätigung/Totalrevision

Fepa hat funktionierende Statuten. Seit den 1960er Jahren sind sie durch eine Reihe von Revisionen gegangen. Für den Eintrag von fepa ins Handelsregister müssen sie nun ‹totalrevidiert› werden – oder in anderen Worten: die Mitgliederversammlung wird die Statuten in ihrer Gesamtheit zu bestätigen haben.

Es werden keine Anpassungen an den bestehenden Statuten vorgenommen.

Hier finden Sie die Statuten (beschlossen an der Mitgliederversammlung vom 20.6.2026)

Jahresbericht 2025

fepas Jahresbericht 2025 ist erschienen

Jahresbericht 2025 mit ergänzenden Unterlagen

fepa-Jahresbericht 2025 sowie vollständige Jahresrechnung

Die partnerschaftliche Arbeit von fepa ermöglichte 2025:
  • 118 Kindern und Jugendlichen eine ganzjährige Ausbildung;
  • 140 jungen Menschen eine mehrtägige Ausbildung und Mentoring für ihr Empowerment in diversen Lebensbereichen;
  • 102 Überlebenden von geschlechtsspezifischer Gewalt psychosoziale Beratung und Unterstützung;
  • 3643 jungen Menschen Mentoring, Unterstützung und Ausbildungen für ihr kontinuierliches Engagement zugunsten von mehr Geschlechtergerechtigkeit;
  • 4200 Familien, ihre Einkommen in der ländlichen Wirtschaft zu verbessern;
  • 21 Organisationen und 128 projektumsetzenden Personen (bezahlt oder freiwillig), sich kompetent für die Verbesserung der Lebensbedingungen in Simbabwe, Mosambik und Südafrika einzusetzen.

Frühere Jahre

Jahresberichte der früheren Jahre finden Sie hier.

Ergänzende Berichte 2025

Fehlende Berichte werden hier laufend ergänzt. Komplett bis zur Jahresversammlung am 20.6.2026

Simbabwe

Für eine starke Jugend

KSTC: Berufsbildung für marginalisierte Jugendliche im Township Kuwadzana – Bericht 2025

Dangwe: Ein Recht auf Frühförderung für alle – Bericht 2025

YETT: Aktive Jugendbeteiligung für eine gerechte und nachhaltige Zukunft – Bericht 2025

Für Frauenrechte und Geschlechtergerechtigkeit

GWEN: Schutz, Bildung und Zukunft für Mädchen und junge Frauen – Jahresbericht 2025 (english)

WAP: Mit Flüssigseife gegen Frühheirat

PYCD: Mentale Gesundheit und Geschlechtergerechtigkeit in Chipinge

#SDG5 UBUNTU CoP ZW: Praktikerinnen-Gemeinschaft zu Geschlechtergerechtigkeit

Für eine nachhaltige Landwirtschaft

PORET: Zukunft durch nachhaltige Landwirtschaft

Green Institute: Zugang zu Land für Frauen

Mosambik: Nothilfe im Krisengebiet Cabo Delgado

Associacao Cultural Novos Horizontes (ACNH): Bericht 2025

Südafrika: Partnerschaft mit der Dachorganisation der Farmarbeiter:innen-Familie

CFKA: Report über das Jugendcamp 2025 (english)

Schweiz und International

Bericht über den Austauschbesuch mit Kumbi Kahiya von GWEN im November 2025.

Hier finden Sie die vorherigen Jahresberichte!

Strategische Anpassungen bei fepa

Das Umfeld für solidarische Zusammenarbeit ist schwierig. Fepa passt sich an – nicht ohne Schmerzen.

Strategische Anpassungen bei fepa

Im Jahr 2024 entschied sich fepa für eine Wachstumsstrategie und führte mit der Schaffung einer zweiten Teilzeitstelle die Co-Geschäftsleitung ein. Denise Staubli übernahm diese Position und leistete in knapp zwei Jahren hervorragende Arbeit für die Weiterentwicklung von fepa.

Die Rahmenbedingungen für Wachstum erwiesen sich jedoch als äusserst schwierig. Zahlreiche Staaten kürzten ihre Beiträge an die internationale Entwicklungszusammenarbeit, insbesondere die USA, die ihre Zahlungen vollständig einstellten. Auch mehrere unserer Partnerorganisationen im südlichen Afrika waren direkt von diesen Kürzungen betroffen.

Aus Solidarität mit unseren langjährigen Partnern haben wir Projekte weitergeführt und vorfinanziert, obwohl die entsprechenden Mittel noch nicht zugesichert waren. Diese Entscheidungen entsprachen unseren Werten, führten jedoch dazu, dass unsere Eigenmittel stark beansprucht wurden und fepa selbst unter zunehmenden finanziellen Druck geriet.

In den vergangenen drei Monaten hat der Vorstand gemeinsam mit der Geschäftsstelle die notwendigen Schritte eingeleitet, um fepa wieder auf eine stabile finanzielle Grundlage zu stellen. Dazu gehören eine Reduktion der Ausgaben in der Geschäftsstelle sowie eine Rücknahme des erweiterten Engagements. Die operative Leitung von fepa liegt bei Marcel Dreier, Geschäftsleiter, der die laufenden Programme und Partnerschaften verantwortet.

Im Zuge dieser Neuausrichtung wird Denise Staubli fepa verlassen. Dieser Schritt erfolgt auf eigenen Wunsch und im Einvernehmen mit dem Vorstand. Wir bedauern ihren Weggang sehr und danken Denise herzlich für ihr grosses Engagement. Dank ihrer Arbeit konnte fepa die mutige – und mit Risiken verbundene – Vorwärtsstrategie professionell umsetzen.

Gerade in dieser herausfordernden Phase durften wir eine beeindruckende Unterstützung erfahren. Mitglieder, Vorstand sowie Freundinnen und Freunde von fepa haben mit grosszügigen Spenden dazu beigetragen, die Organisation zu stabilisieren. Diese Solidarität zeigt deutlich, wie wichtig fepa vielen Menschen ist.

Mit dieser Unterstützung blicken wir vorsichtig zuversichtlich ins neue Jahr. Mit den vorhandenen und zugesagten Mitteln können wir unsere Partnerorganisationen weiterhin verlässlich begleiten. Das Budget von fepa für das kommende Jahr beträgt über 300’000 Schweizer Franken, davon ist rund eine Viertelmillion Franken für direkte Beiträge an unsere Partner vorgesehen.

Weihnachten 2025

Gemeinsam stark – Jetzt für Simbabwe spenden!

Von der Befreiung bis heute: Warum fepa in Simbabwe bleibt

Ein Gespräch mit Barbara Müller

__Barbara Müller war 1980 zum ersten Mal in Simbabwe. Bei der Unabhängigkeitsfeier im überfüllten Rufaro-Stadion erlebte sie, wie erstmals die simbabwische Flagge über dem freien Land wehte. «Es war grossartig – und gleichzeitig lag Spannung in der Luft. Niemand wusste, ob der Übergang wirklich gelingen würde», erinnert sich Barbara.

__Nach einem langen, blutigen Unabhängigkeitskrieg wollten die Menschen in Simbabwe endlich wieder selbst über ihr Leben bestimmen: Zugang zu Bildung, Land, Gesundheitsversorgung und Würde.

__Schon während des Befreiungskrieges hatte fepa Gemeinschaften wie die Tangwena an der Grenze zu Mosambik unterstützt. Nach der Unabhängigkeit ging die Arbeit mit voller Kraft weiter: fepa beteiligte sich am Aufbau der Nation. Die Solidarität mit den Menschen im Land war damals breit spürbar, auch in der Schweiz. Viele wollten den jungen Staat auf seinem Weg in die Zukunft mittragen.

__Doch Simbabwe veränderte sich. Um die Jahrtausendwende geriet das Land mit der umstrittenen Landreform und wachsender Repression in die Schlagzeilen. Viele internationale Organisationen zogen sich zurück. fepa jedoch blieb – aus Verbundenheit mit den Menschen. «Unsere Partnerinnen und Partner gaben nie auf», sagt Barbara. «Sie suchten nach Wegen, das Leben besser zu machen – und wir wollten sie dabei nicht allein lassen.»

__2003 wurde gemeinsam mit Partnern vor Ort das Netzwerk YETT gegründet, um die Stimme junger Menschen zu fördern. «Wir wollten in Hoffnung investieren – in die Generation nach Mugabe», sagt Barbara.

__Als Mugabe 2017 durch einen Militärputsch zum Rücktritt gezwungen wurde, jubelten die Menschen und hofften auf ein besseres Simbabwe. Diese Hoffnungen haben sich nicht erfüllt. Die neuen Machthaber und ihre Clique plündern das Land, das zu einem Rohstofflieferanten umgebaut wurde. Der Spielraum für die Zivilgesellschaft ist eingeschränkter denn je.

__Barbara ist fast jedes Jahr wieder in Simbabwe. «Die Menschen sind so viel selbstbewusster geworden», erzählt sie begeistert. «Kompetent, offen, voller Energie. Es ist inspirierend zu sehen, was sie aufbauen – trotz aller Schwierigkeiten.»

__Simbabwe, sagt Barbara, sei ein Land voller menschlicher Wärme, Spiritualität und Lebensfreude. Und genau deshalb braucht es fepa auch heute noch – als verlässlichen Partner an der Seite einer Bevölkerung, die unermüdlich für ein gutes Leben kämpft.

Barbara Müller zusammen mit Kumbi Kahiya im November 2025. Barbara leitete die fepa-Geschäftsstelle von 1990 bis 2015 und ist seitdem im Vorstand aktiv.

PS: Um Gebühren zu vermeiden, überweisen Sie bitte direkt auf unser Konto CH97 0900 0000 3000 24056 oder scannen Sie den QR-Code links mit Ihrer Bank-App.

Weihnachtsgrüsse aus der Geschäftsleitung

Seit über 60 Jahren steht fepa für Vertrauen, Wirkung und echte Partnerschaft im südlichen Afrika – besonders in Simbabwe.
Unsere Partnerorganisationen arbeiten mit engagierten Menschen in ihren Gemeinschaften, eröffnen neue Perspektiven und schaffen Wandel– selbst unter schwierigsten Bedingungen.

Doch gerade jetzt braucht es uns mehr denn je.
Wenn internationale Unterstützung abnimmt, sind wir gefragt, damit diese wertvolle Arbeit weitergehen kann.
Die Menschen in unseren Projekten halten ihre Gemeinschaften zusammen – mit Wissen, Mut und Solidarität. Damit diese Arbeit weitergeht, braucht es unsere Unterstützung.

Niemand kennt diese Verbindung so gut wie Barbara Müller, ehemalige Geschäftsleiterin und langjähriges Vorstandsmitglied.
Auf der Rückseite erzählt sie, was Solidarität mit Simbabwe heute bedeutet.

Helfen Sie mit, dass Solidarität weiterwirkt:

  • Nachhaltige Landwirtschaft – Aufforstung, Wasserernten, ökologische Anbaumethoden und die Nutzung einheimischen Saatguts.
  • Starke Jugend – Bildung, Unternehmertum und gesellschaftliches Engagement.
  • Frauenrechte – Förderung junger Frauen, Schutz vor Gewalt und Gleichstellung in Alltag und Arbeit.

Ihre Spende hält diese Brücke der Solidarität lebendig.
Mushandira pamwe – Gemeinsam geht’s vorwärts.

Mit herzlichen Weihnachtsgrüssen,

Marcel Dreier und Denise Staubli, Co-Geschäftsleitung

Ruth Mukwananzi (44)
Ausgebildete Schiedsrichterin, Mutter, Unternehmerin, Agrarökologie-Fan und PORET-Unterstützerin

«Wenn ich auf dem Spielfeld stehe, spüre ich Stärke. Ich leite Spiele mit Herz und Fairness – und zeige, dass auch Frauen führen können. Nach dem Match pflanzen wir Bäume und teilen Wissen. Das macht mich stolz: Wir verändern etwas, Schritt für Schritt.»

Manicaland, Simbabwe