Wiederaufbau nach Idai unserer Partnerorganisation PORET

Facebook

 

Was fepa Partneroganisationen tun und wie wir Sie unterstützen

Distrikt Chimanimani: PORET und CPC

Bei unserer agrarökologischen Partnerorganisation PORET wurden die diversen Anlagen zum Sammeln und Versickern von Regenwasser, die in den letzten zwei Jahren auf dem Areal des Trainingszentrums und auf dem Land von KleinbäuerInnen entstanden sind, durch die starken Niederschläge einem harten Test unterworfen. Sie haben diesen bestanden.

Die Mitglieder des Chaseyama Permaculture Club haben beschlossen, zu Gunsten des Wiederaufbaus aus einer Sammlung unter den Mitgliedern einen Solidaritätsfonds zu äufnen, von dem Opfer des Wirbelsturms direkt profitieren.

Primarschule in Ngangu

Obstgarten der Schule in NganguBei der Primarschule im Dorf Ngangu mit rund 1000 Schülern, wurde von einem Sturzbach der grösste Teil des rund 800 Bäume zählenden Obstgartens weggeschwemmt. Die Bäume, vorwiegend Bananenstauden, wurden vom Wasser ins Tal gerissen und hinterliessen eine Erosionsrinne in der Grösse eines Flussbetts. Rund 100 der Bäume blieben bestehen. PORET unterstützt die Primarschule nun beim Wiederaufbau des Obstgartens. Neu sollen allerdeings eine grössere Vielfalt an Obstbäumen gepflanzt werden. Dies einerseits um das Lernen neuen Wissens zu ermölgilchen, andererseits aber auch, um eine abwechlsungsreichere und gesündere Ernährung der Dorbevölkerung und der Schüler*innen zu ermöglichen.

PORET erwirbt dazu Setzlinge bei lokalen Bauern und unterstützt damit eine lokalisierte Wirtschaft.

Mahagoni-Pflanzungen

Ebenso stellt PORET 1500 selbst gezogene Mahagoni-Setzlinge zu Verfügung, und unterstützt die Bauern beim Pflanzen. Der rote Mahagoni ist ein inzwischen durch Überweidung selten gewordener Baum. Neben seinen Heilwirkungen stabilisiert er auch Hänge relativ gut. Ebenso wird das Holz des Mahagoni-Baums sehr gern benutzt, weshalb die Bäume relativ selten geworden sind und auf der roten Liste fungieren.

 

Ihre Unterstützung: Spenden an fepa mit Vermerk IDAI

 

Überweisung auf das Konto CH97 0900 0000 3000 24056 oder online (Vermerk IDAI auf dem Formular als zweiten Vorname eingeben)

Wiederaufbau nach IDAI unserer Partnerorganisation PYCD

Facebook

 

Was fepa Partneroganisationen tun und wie wir Sie unterstützen

Distrikt Chipinge: PYCD mit lokalen Schulräten

Während die Bergregionen Manicalands vor allen von Erdrutschen betroffen waren, wurde das tiefgelegene Chibuwe von den Wassermassen überschwemmt. Im Distrikt Chipinge wurden diverse Schulhäuser beschädigt: Dächer wurden abgerissen, Toilettenanlagen überschwemmt und unterhöhlt. Die Platform for Youth and Community Development (PYCD) hat sehr gute Verbindungen zu den Schulräten in der betroffenen Region und konnte viel Know-How zur Leitung von kleineren Bauprojekten mobilisieren. Darum arbeitet fepa mit PYCD eng zusammen: von fepa kamen finanzielle Unterstützungsversprechen an Schulräte, welche Wiederaufbauprojekte noch vor dem Schulbeginn durchführen konnten.

In Rimbi konnten wir so das Dach der Aula der Primarschule reparieren. Dieses kleine Projekt war innert zwei Tagen abgeschlossen. Weil die Aula täglich auch von den Vorschulkindern für den Kindergartenunterricht benutzt wird, waren alle sehr erleichtert, dass der Unterricht sogleich wieder beginnen konnte.

In Chibuwe war das Projekt etwas grösser. Die halbe Toilettenanlage der Primarschule mit 1‘918 Schülerinnen und Schüler war eingestürzt. Um sie an neuer Lage wieder aufzubauen waren umfangreiche Arbeitsleistungen der Gemeindemitglieder nötig – bis hin zur Herstellung der betonierten Mauersteine. Dieses Projekt wurde Anfang August und damit rechtzeitig vor dem neuen Trimester abgeschlossen. Damit sind die sanitären Anlagen für die vielen Schülerinnen wieder auf einem ausreichenden Stand um einen Minimalstandard an Gesundheitsschutz zu gewähren.

 

Ihre Unterstützung: Spenden an fepa mit Vermerk IDAI

 

Überweisung auf das Konto CH97 0900 0000 3000 24056 oder online (Vermerk IDAI auf dem Formular als zweiten Vorname eingeben)

 

Weitere Informationen zum Zyklon IDAI

Facebook

 

Der Wirbelsturm Idai: spontane Hilfe und langfristiger Wiederaufbau

Im März 2019 rollte der Wirbelsturm Idai über Mozambique und Manicaland im Osten Simbabwes.  Der Zyklon traf dabei hauptsächlich die beiden Distrikte Chimanimani und Chipinge, in denen zwei fepa Partnerorganisationen beheimatet sind.

Möchten Sie den Wiederaufbau nach Idai unterstützen? Wir sind auf Ihre Spenden angewiesen.

Schwere Schäden an Leben und Infrastruktur

Es handelt sich um eine der schwersten Naturkatastrophen, die das Land je erlebte. Heftige Winde brachten Gebäude zum Einsturz und starke Niederschläge lösten innert kurzer Zeit Überschwemmungen und Erdrutsche aus. Dies ist vor allem deshalb dramatisch, weil der Zyklon die Region während der Erntezeit erreichte, in einem Gebiet, das unter anhaltender Dürre leidet und in dem ein Drittel der Lebensmittel Simbabwes produziert werden.

Mehrere hundert Menschen kamen ums Leben. 60‘000 Menschen wurden durch den Zyklon obdachlos und verloren ihr Hab und Gut, die Produkte ihrer Arbeit und ihre Nutztiere. Ein Bericht der Regierung, der mit Unterstützung internationaler Organisationen erstellt wurde, geht von materiellen Schäden von 500-760 Millionen USD aus. Der Wirbelsturm zerstörte Felder und verursachte Erosionsschäden und, und er beschädigte Infrastruktureinrichtungen aller Art, von denen Schulen, Gesundheitseinrichtungen sowie Energie- und Wasserversorgung betroffen sind. Der Zyklon hat viele direkte Konsequenzen und mittel- und längerfristigen Folgen.  Das stehende Wasser begünstigt unmittelbar die Verbreitung von Krankheiten – darum impfte man grossflächig gegen Cholera– sowie die Vermehrung von krankheitsübertragenden Organismen wie Moskitos. Die durch den Wirbelsturm erschwerte sozioökonomische Situation führt zu Abwanderung aus den betroffenen Gebieten.

Im Bereich der Landwirtschaft geht der Bericht von Wiederherstellungskosten von jeweils rund 17 Millionen USD aus für kurz-, mittel- und langfristige Massnahmen. Diese reichen von der Aufforstung und Neupflanzungen entwurzelter Obstbäume, Verteilen von Saatgut, Wiederaufbau von Bewässerungssystemen und Silos bis hin zu finanziellem Ersatz für die entstandenen Verluste oder neuen Strategien zur Sicherung des Marktzugangs landwirtschaftlicher Produkte aus der Region.

Für den Aufbau von Wasser- und sanitärer Versorgung (WASH) veranschlagt der Bericht ebenfalls einen Gesamtbetrag von 17 Mio USD. Für den Wiederaufbau der medizinischen Grundversorgung, mit Priorität auf der Müttergesundheit belaufen sich die Kosten auf 12 Mio USD. Für den Wiederaufbau von Bildungsinstitutionen und die Wiederbeschaffung zerstörter Ausstattung der Klassenräume wird mit USD 6.5 Mio gerechnet.

SimbabwerInnen für SimbabwerInnen

Viele SimbabwerInnen haben sich in den ersten Wochen nach der Katastrophe spontan in der Hilfe für die Opfer des Wirbelsturms engagiert. Sie spendeten Nahrungsmittel, Decken und sorgten für Angehörige. Unsere Partner setzten sich besonders für die Verletzlichsten ein: Kinder und Jugendliche. Jetzt beobachten sie kritisch die korruptionsgefährdete Umsetzung der Massnahmen auf lokaler Ebene und setzten sich mit eigenen, unbürokratischen Selbsthilfeprojekten für den langfristigen Wiederaufbau ein. Fepa unterstützt seine Partner dabei. Ihre Spende hilft.

 

Ihre Unterstützung: Spenden an fepa mit Vermerk IDAI

 

Überweisung auf das Konto CH97 0900 0000 3000 24056

oder

online (Vermerk IDAI auf dem Formular als zweiten Vorname eingeben)

Frauen und Gesundheit

Facebook

 

Frauen und Gesundheit

Alle Menschen haben ein Recht auf Gesundheit. Gute Gesundheit ist wichtig für vollen Lebensgenuss. Krankheit hingegen ist ein wichtiger Risikofaktor für Armut. [1] Das gilt für Einzelne, aber auch für ganze Staaten, die, wie Simbabwe, unter den Auswirkungen der HIV-Epidemie leiden.

Gesundheit und Ungleichheit

 

In Simbabwe, wie in anderen Ländern südlich der Sahara, sind Frauen relativ stark in ihrer Gesundheit beeinträchtigt: man spricht in diesem Zusammenhang von einem sogenannten «health burden», also einer Gesundheitslast. Diese Last ist stark durch Ungleichheit beeinflusst. Damit beschäftigt sich ein Bericht [2] aus dem Jahr 2016 mit Daten aus vielen Ländern Afrikas südlich der Sahara (auch aus Simbabwe, für den Zeitraum 2010-2011). Nicht nur zwischen den Geschlechtern, sondern auch zwischen Frauen, gibt es grosse Ungleichheiten. Am grössten sind diese wenn es um Geburten und Schwangere geht – in ganz Afrika südlich der Sahara erhalten nur rund die Hälfte der schwangeren Frauen die grundlegendste medizinische Unterstützung. Die wichtigsten Faktoren, die diese Ungleichheiten erklären, sind Bildungsstand, die finanzielle Situation, sowie der Wohnort, bzw. die Erreichbarkeit medizinischer Einrichtungen. Bei jungen Frauen unter 20 ist es zudem entscheidend, ob diese verheiratet sind oder nicht – früh verheirate Mädchen haben eine deutlich höhere Gesundheitslast.

In Simbabwe sind medizinische Angebote für Schwangere nur mittelmässig ausgebaut. Dabei sind gerade gute Gesundheitssysteme für Schwangere und Gebärende also von höchster Bedeutung, um die Leben von Frauen zu schützen. In Simbabwe berichtet UNICEF von einer Sterberate von 581 Frauen auf 100‘000 Lebendgeburten. [3] Zum Vergleich: In der Schweiz sterben bei 100‘000 Geburten 7 Frauen. [4] Das Ziel der Nachhaltigen Entwicklungsziele ist ein globaler Schnitt von 30 Frauen auf 100’000. Angesichts der aktuellen Krise im öffentlichen Gesundheitswesen (man sagt, es liege im Koma), dürfte Simbabwe in den letzten Monaten grosse Rückschritte gemacht haben. Als Land mit einer sehr hohen Rate an HIV-infizierten sind in Simbabwe ist immerhin der Zugang zu Familienplanung und zu HIV-Tests in Simbabwe relativ gut. Die HIV-Ansteckungsquote betrug 2018 in Simbabwe 12.7% (der 15-49-jährigen). [5] Wenngleich der Wert gesunken ist, bleibt die Zahl weiterhin hoch. Dabei sind die jungen Frauen von einem besonders hohen Infektionsrisiko betroffen: auf einen jungen Mann, der sich infiziert, kommen heute 2.5 Mädchen und junge Frauen.

Gesundheit und Geschlechternormen

Patriarchale Geschlechtsbilder und –vorstellungen haben, genau wie soziale Ungerechtigkeit, auch eine Auswirkung auf die weibliche Gesundheit. Im Fall von HIV hängt dies vor allem mit der hohen Exposition junger Frauen gegenüber älteren Männern zusammen. Viele Frauen leisten gelegentlich Sexarbeit und sind dann einem hohen Risiko ausgesetzt. Nicht nur, dass Freier Kondome ablehnen. Oft ist es auch die Polizei, die die Frauen belästigt. [6] Rund die Hälfte der regelmässigen Sex-Arbeiterinnen trägt das HI-Virus in sich.

 

 

Abhilfe dank Normveränderung…

Eine im Dezember 2019 im Fachmagazin Lancet publizierte Vergleichsstudie untersuchte Programme, die Gesundheitsinterventionen mit einem Engagement gegen Geschlechterungleichheit kombinierten und die dank umfassender Evaluation wichtige Einblicke im Hinblick auf zukünftige Massnahmen ermöglichen. [7] Laut den AutorInnen zeichnet sich ab, dass Ansätze besonders erfolgsversprechend sind, wenn sie

  • Mehrere Sektoren involvieren (also Zivilgesellschaft, Regierung und Privaten einbeziehen)
  • Auf verschiedenen Ebenen und durch verschiedene Akteure handeln (also zum Beispiel in den Gemeinschaften und im übergeordneten Gesetzesraum agieren)
  • Vielseitige Aktivitäten verbinden
  • aktive Teilnahme und sogar Ermächtigung beinhalten

Die Studie weist besonders auf die Grenzen von Programmen hin, die sich fast ausschliesslich auf die Gesundheit  und Gleichstellung von Individuen konzentrierten. Hier besteht sogar eine gewisse Gefahr eines Backlashs sowohl für die Einzelnen, als auch insgesamt. Darum, so die Studie, würden «gesellschaftliche und strukturelle Elemente restriktiver Geschlechternormen die Anstrengungen untergraben… und Verbesserungen der Gesundheit ausserhalb holistischer, systemischer Ansätze erschweren.» Oder einfacher: Wer an den gesellschaftlich verankerten Normen rüttelt, wird langfristig mehr Erfolg haben.

… und aktiver Mitwirkung der Menschen

Aber eben: Normen lassen sich auch nicht verordnen. Also bleiben die Mitglieder der Zielgruppen wichtig: Sie müssen gemäss der Studie im Lancet involviert werden, denn ihre gemeinsame Reflektion in der Gruppe und Gemeinschaft ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für den Erfolg.

 

 

 

 

Mehr zu diesen Themen gibt es im Rahmen eines Austauschbesuchs zu erfahren:

Besuchen sie einen unserer Events zu diesem Thema im Rahmen des Austauschbesuch 2020. Alle Veranstaltungen finden Sie hier oder auf Facebook. Vergessen Sie nicht, die Events zu teilen und fepa zu liken!

 

Fussnoten und links

[1] Vgl. «Health for all within a Generation», Manifest von MMS-Netzwerks (Medicus Mundi Schweiz)

[2] Inequalities in Women’s And Girls’ Health Opportunities And Outcomes: A report from Sub-Saharan Africa

[3] UNICEF, Report

[4] NZZ vom 8.10.2006

[5] UNAIDS 2019

[6] https://www.avert.org/professionals/hiv-around-world/sub-saharan-africa/zimbabwe

[7] Characteristics Of Successful Programmes Targeting Gender Inequality And Restrictive Gender Norms For The Health And Wellbeing Of Children, Adolescents, And Young Adults: A Systematic Review

 

PORET: Staff und Freiwillige

Facebook

Grace Gumba, Research Officer bei PORET

Grace (34) lebt mit ihrer Mutter und ihren zwei Kindern, Dylan (11) und Daleen (6) auf einem Bauernhof. Seit Daleen einjährig ist, lebt sie getrennt von ihrem Ex-Mann.
Grace hatte zuvor bei SEED Co in Harare gearbeitet, wo sie auf Versuchsfeldern Pflanzen setzte. Ebenso arbeitete sie an der offenen Universität von Mutare, wo sie sich, ebenso wie bei anderen früheren Stellen, mit hybridem Saatgut beschäftigte. Darum freut es sie auch, jetzt bei PORET mit biologischem Saatgut zu arbeiten.
Grace engagiert sich dafür, Jugendliche für PORET zu begeistern und sie in die Arbeit mit einzubeziehen. Anfänglich war es schwierig, sie zu überzeuge, bis PORET damit begann, Fussballmatches zu organisieren. Am Rande der Fussballspiele finden Diskussionen über Umweltthemen statt und es werden Bäume gepflanzt. Grace sieht darin die einzige Möglichkeit, Jugendliche zu motivieren, sich bei PORET zu beteiligen.
Grace stieg 2000 mit einer kleinen Anzucht in die Permakultur ein. Heute zieht sie Bohnen, Sorghum, verschiedene Gemüse, Schlangenbohnen und Kürbisse.



Virigina Karisawu, Outreach Officer bei PORET

Virigina (43) wohnt in einem Hof in Chaseyama, wo sie und ihre Kinder sich ein Haus mit einem Zimmer teilen. Ein grösseres Haus, das drei Zimmer enthalten soll, befindet sich momentan im Bau.
Virginia ist geschieden kümmert sich um fünf Kinder, von den zwei bereits verheiratet sind. Sie engagiert sich in der Landwirtschaft und ist stolz auf ihre Baumschule.



Mai Mandonga, Chairwoman des Chaseyama Permaculture Club

Mai Mandonga ist seit zwei Jahren die Leiterin des Chaseyama Permaktultur-Clubs, dessen Führung sie ein weiteres Jahre innehaben wird. Mai ist eine Bäuerin und kümmert sich um ihre Familie in der Ward 2 an der Strasse nach Chimanimani. Sie hat vier Kinder, ihre älteste Tochter ist verheiratet. Mais Mann lebt in Südafrika und arbeitet als Schreiner.
Da sie ohnehin Bäuerin ist, findet sie, dass ihr der CPC keine zusätzliche Arbeit bereitet.



Taurai Dube, erste Freiwilligengruppe 2019

Taurai war Freiwilliger bei PORET. Er wohnt mit seiner Frau und drei Kindern auf dem Bauernhof seiner Mutter, unweit von PORET. Ein einwöchiger Workshop bei CELUCT hat Taurai so motiviert, dass er 2009 zusammen mit anderen Bauern, den Chaseyama Permakulutur-Club gründete.
Die Idee des Feriwilligenprogramm ist es, dass unverbindlich Workshops und Trainings besucht werden können, die PORET anbietet, um diese Methoden dann zu Hause anzuwenden. Er probierte sehr lange, seine Mutter davon zu überzeugen, Methoden aus der Permakultur zu Hause anwenden zu dürfen, vor einem Jahr willigte sie schliesslich ein. Als Freiwilliger möchte er nicht umherwandern, um andere proaktiv zu überzeugen, sondern durch das eigene Handeln selbst ein Beispiel in der eigenen Gesellschaft setzen. Nachbarn fallen seine Resultate auf und sie werden neugierig. Gewisse sind daran interessiert, zusammen zu arbeiten, darum organisiert Taurai Treffen und Trainings. Als Freiwilliger unterstützt er auch PORET, wo er während 2-3 Tagen in der Woche anzutreffen ist.
Taurai unterstützte Grace dabei, die Jugendlichen in der Gegen dafür zu motivieren, bei PORET mitzumachen. Er kann sich daran erinnern, wie es am Anfang schwierig war, aber seit sie begonnen hatten, Fussballspiele zu organisieren, machen die Jugendlichen nun mit.
Ebenso gibt es Mehrgenerationentreffen, wo die Alten und die Jungen verschiedene Themen wie Geschichte, HIV/AIDS, Landwirtschaft und Saatgut.



Hardwork, Freiwilliger aus dem Jahr 2018.

Hardwork lebte und arbeitete in Südafrika als Schreiner und produzierte Schreibtische und andere Möbel. Er kam zurück nach Chimanimani weil er unter Sehstörungen litt. Heute ist seine Familie noch immer in Südafrika, während er im Haus seiner Mutter lebt. Zu Hause betreibt er einen Permakulturgarten.
Das inspirierenste bei PORET ist für ihn, dass man bei PORETs in Trainings lernt, das gelernte dann aber zu Hause anwenden kann. Im Gegensatz zu anderen Programmen bietet es einen Gewinn für einen selbst zu Hause und nicht an einem anderen Ort wie bei Organisationen bei CELUCT or Plan International, wie er aus eigener Erfahrung weiss.
Als Freiwilliger nimmst du Teil an Trainings und setzt das Gelernt zu Hause um. Die Tatsache, dass man lernen und einen direkten Effekt zu Hause feststellen kann fasziniert Hardwork am meisten und motiviert ihn dazu, sich zu engagieren. Er sprach mit seinen Nachbarn und anderen Bauern in seinem Dorf, und stellte fest, dass ein grosses Interesse vorhanden war. Er organisierte dann ein Training mit PORET. Als früherer Volunteer ist er ein Bindeglied für PORET zu den lokalen Famern und sorgt dafür, dass das Wissen sie erreicht.



Besucher:
Chipo Sithole im Namira Village, Ward 3, arbeitet momentan an einem Fischteich und hatte einen Garten neben einem kleinen Bach. Sie baut Zuckerrohr für den Verkauf an. Sie hatte erst 2013 mit Landwirtschaft begonnen und hat 2017 mit dem Nutzen von Permakulturmethoden angefangen. In ihrem Garten gibt es einen grossen Baum, der Regenbaum genannt wird. Regenbäume sind ein wichtiger Indikator, die fruchtbares Land anzeigen.
Rosemary Sunguro, Shati Village, Ward 2, begann 2018 mit Permakultur und hat eine Anzahl Versickerungsgräben auf ihrem Land ausgehoben. Sie ist die Vizeleiterin des CPC im Dorf.
Tatenda Manengureni, Chinyati Village, Ward 2, Freiwillige 2018. Sie hoben die ersten Versickerungsgräben aus, als Eleonora vorbei kam.
Peter Manjoro, Murazvu B, Ward, Freiwilliger 2018. Peter ist der Wissenschaftler unter den Bauern. Er findet es spannend, neue Methoden und Pflanzen auszuprobiern. So testete er zum Beispiel die Beschichtung von Bohnen. Er mischt Melasse mit Asche zum Saatgut und fügt so Nährstoffe hinzu. Dadurch wachsen sie schneller und besser.

fepa Partnerorganisation PORET
Ort Chaseyama, Zimbabwe
Zielgruppe Kleinbauern im ariden Tiefland von Chaseyama
fepa Beitrag 2018 CHF 70’000
fepa Beitrag 2019 CHF 80’000

Weiterführende Informationen

Jugend

Facebook
 

Bericht über die Jugend in Simbabwe

Decades of Struggle and Hope: A Zimbabwean Youth Compendium. Ein Bericht unserer Partnerorganisation YETT. Hier Ausschnitte in deutsch.

Key Asks aus Jugendsicht

Die 13 wichtigsten Forderungen an die Regierung in Simbabwe

Jungsein im heutigen Südafrika

Ein Essay zur Jugend nach einem Vierteljahrhundert südafrikanischer Demokratie von Evan Cupido, Johannesburg

fepa und die Frauen

Facebook

fepa hat sich schon immer für Frauen stark gemacht

fepa wurde von Frauen gegründet und wird bis heute wesentlich von Frauen getragen. Darum unterstützt fepa schon lange Projekte, deren Trägerinnen Frauen sind und die sich ganz spezifisch für die Förderung von Frauen einsetzen.

Z.B. Kunzwana women’s organisation

Darum setzten wir uns auch mit aller Kraft für den Weltgebetstag der Frauen im Jahr 2020 ein. Denn hier sind Frauen aus Simbabwe die Autorinnen der Liturgie und Frauen in der ganzen Welt leiten und beleben den Tag.

Dieser Beitrag erscheint am 2.3.2020

Besuchen sie einen unseren Events zu diesem Thema im Rahmen des Austauschbesuch 2020. Alle Veranstaltungen finden Sie hier oder auf Facebook. Vergessen Sie nicht, die Events zu teilen und fepa zu liken!

 

Generationen von Frauen

Facebook

Generationen von Frauen

Frauen verschiedener Altersgruppe haben verschiedene Stellungen in ihren Gesellschaften. Was bedeutet das für Mädchen und junge Frauen?

Geschlechterverhältnisse weitergegeben: junge Menschen werden in ihre Gesellschaften sozialisiert und lernen so auch Geschlechterrollen und Ideale. Doch in welcher Weise werden Geschlechterverhältnisse weitergegeben?

(Am 28.2.2020 finden Sie hier einen Artikel, der Ihnen Antworten und Denkanstösse auf diese Fragen geben möchte.)

Achtung: leider haben wir zuviel zu tun und mussten die Publikation dieses Artikels verschieben. Wir berichten zum Thema aus unseren Veranstaltungen im Rahmen des Austauschbesuch 2020. Alle Veranstaltungen finden Sie hier oder auf Facebook. Vergessen Sie nicht, an die Anlässe zu kommen, die Events zu teilen und fepa zu liken!

 

Frauen, Gewalt und Frieden

Facebook

Frauen, Gewalt und Frieden

Simbabwe ist ein fragiler Staat, dessen EinwohnerInnen viel Gewalt als Teil politischer Konflikte erlebt haben. Seit 2000 wurden engagierte Frauen und ganze Gruppen von Frauen, z.B. städtische Markthändlerinnen, wiederholt zur Zielscheibe geschlechtsbezogener und sexueller Gewalt.

Auch im Alltag ist geschlechtsbezogene Gewalt ein grosses Problem, wie unsere Projektpartnerinnen berichten.

Frauen, egal ob in Simbabwe oder der Schweiz, müssen also vor Gewalt in Beziehungen besser geschützt werden.

Frauen sind auch Täterinnen. Und Frauen sind zentrale Pfeiler für die Friedenspolitik. Ihr Einsatz für gewaltfreie Konfliktlösung ist nicht nur wichtig – er kann auch gefördert werden.

 

Simbabwes fortschrittliche Verfassung als Grundlage für Verbesserungen

In Simbabwe existiert seit 2013 eine Verfassung, welche die Gleichstellung der Geschlechter als ein Grundprinzip der Nation festhält. Es bleibt jedoch noch viel zu tun, bis die bestehenden Gesetze mit der Verfassung in Einklang sind und umgesetzt werden. Das Engagement vieler Organisationen und Gruppen für Menschenrechte und insbesondere für Frauenrechte ist deshalb zentral für den Aufbau einer gleichberechtigten und friedlichen Gesellschaft. fepa hat PartnerInnen in Simbabwe, die Frauen beraten, fördern und vernetzen.

Realität heute

Gewalt an Frauen ist verbreitet in Simbabwe. Das Ausmass festzustellen ist schwierig. Frauen haben viele Gründe, die Täter nicht anzuzeigen. Die Polizei bleibt meist untätig, viele Frauen kennen ihre gesetzlich festgeschriebenen Rechte nicht, sie werden auch mit unsensiblen, anklagenden Fragen gequält oder sogar tätlichen Angriffen ausgesetzt.

Auch die Tatsache, dass die Gesundheitsdienste und die Polizei nicht systematisch Daten zur Gewalt an Frauen erheben, erschwert es, das Ausmass von Gewaltakten festzustellen.

Hier ein paar Zahlen aus Umfragen und wissenschaftlichen Studien:

* Fast die Hälfte aller Frauen hat körperliche oder sexuelle Gewalt erfahren. Eine von drei Frauen erleidet sexuelle Gewalt bevor sie 18 Jahre alt ist.

* 43 Prozent der Mädchen zwischen 13 und 17 Jahren gaben an, dass sie zum ersten Geschlechtsverkehr gezwungen wurden.

* Simbabwe hat eine der weltweit höchsten Raten von Ehen minderjähriger Mädchen: Drei Jahre nachdem Simbabwes Verfassungsgericht  Kinderehen als verfassungswidrig erklärte und ein Mindestalter von 18 Jahren festsetzte, hat die Regierung noch keine Strukturen geschaffen, um dieses Gerichtsurteil umzusetzen.

* 6.6 Prozent der Frauen im Alter zwischen 15 und 24 Jahren sind HIV-positiv. In Afrika südlich der Sahara ist geschlechtsbasierte Gewalt hauptverantwortlich für HIV und AIDS Infektionen von Frauen. Männer haben oft aussereheliche Sexualbeziehungen und ihre Frauen haben nicht die Macht, den Gebrauch von Kondomen durchzusetzen. So leben sie in ständiger Angst vor einer Ansteckung.

Ursachen

Die Hauptursache für die geschlechterbasierte Gewalt liegt im Machtgefälle zwischen Männern und Frauen. Frauen sind in vielen Bereichen benachteiligt: Landbesitz, Bildung, Erbrecht usw.

* Es herrscht eine Kultur des Schweigens unter den Frauen. 34.7 Prozent der befragten Frauen gaben an, niemandem erzählt zu haben, dass sie missbraucht werden. Gewalt an Frauen wird als ein Familienproblem angesehen und politische Massnahmen werden daher nicht ergriffen. (Zimbabwe Health and Demographic Survey of 2005-2006).

* Frauen, die kein eigenes Einkommen haben, sind am häufigsten körperlicher Gewalt ausgesetzt, da sie zu 100 Prozent von ihren Ehemännern abhängen. Eine solche Frau sagt von sich: «Ich wünschte so sehr, dass ich eine Arbeit hätte. Mein Mann schlägt mich immer mit geballten Fäusten, wenn ich ihm sage, dass wir nichts mehr zu essen haben am Ende des Monats. Ich kann ihn nicht einmal bei der Polizei anzeigen, denn das würde meine Lage nur verschlimmern. Wenn er eingesperrt wäre, könnte ich gar nicht mehr für meine Kinder sorgen..» (Gender Based Violence and its Effects on Women’s Reproductive Health: The Case of Hatcliffe, Harare, Zimbabwe).

* Daten aus Simbabwe zeigen, dass Gewalt von Intimpartnern am häufigsten an Frauen zwischen 15 und 49 Jahren verübt wird. Diese Frauen haben Kinder zu versorgen und sind abhängig von ihren Partnern. 35 Prozent dieser Altersgruppe hat körperliche Gewalt erlitten. Jede dritte Frau erleidet emotionale Gewalt von ihrem Ehemann.

* Der Bildungsstand einer Frau ist entscheidend. In einer wissenschaftlichen Untersuchung wurde ermittelt, dass 77 Prozent der Frauen, die körperliche Gewalt erlitten, nur Grundschulbildung hatten, 20 Prozent hatten einen sekundären und 3 Prozent tertiären Bildungsabschluss.

* fepa-Projektpartner PYDC Gender trifft einen Kern der Sache mit der Forderung «Give us books, not husbands» (gebt uns Bücher, nicht Ehemänner).

 

Folgen: Gesundheit und Wohlbefinden in Gefahr

Viele Studien haben gezeigt: überall auf diesem Planten ist geschlechtsbezogene Gewalt ein riesiger und unterschätzter Faktor für Krankheit und Tod.

* Gewalt gegen Frauen hat schwerwiegende psychische, physische und soziale Folgen. Überlebende leiden unter Depressionen, Panikattacken, Schuldgefühlen, Scham und dem Verlust der Selbstachtung. Manchmal werden sie von ihren Partnern und ihren Familien verstossen. Schwangerschaften, gefährliche Abtreibungen, sexuell übertragbare Krankheiten, sexuelle Dysfunktion, chronische Infektionen, die zu Unfruchtbarkeit führen – all dies sind Folgen von Gewaltakten gegenüber Frauen. Sie zerstören die Gesundheit und die Lebensenergie.

* Vergewaltigung und physische Gewalt verursachen mehr Todesfälle von Frauen als andere Faktoren wie Krebs, Verkehrsunfälle, Kriege und Malaria. Jeder fünfte Krankheitstag einer Frau im Alter zwischen 15 und 45 geht auf geschlechtsbezogene Gewalt zurück.

So wird besser verständlich, wieso Cynthia Gwenzi für PYCD nicht nur Koordinatorin in Geschlechterfragen sondern auch «Wellness-Officer» ist. Es geht nicht um Saunalandschaften, sondern um Fragen des Wohlbefindens. Wellness als Überlebensfrage!

Zukunftsperspektiven für die Reduktion von Gewalt…

Das Problem der geschlechtsbasierten Gewalt ist in Zimbabwe erkannt. Die Regierung erarbeitete eine Strategie 2012-15 gegen geschlechterbasierte Gewalt. Doch umgesetzt ist noch nicht viel. Letztlich können solche Veränderungen auch nicht einfach oder alleine von den guten Programmen internationaler Organisationen erreicht werden. Es braucht besonders die vielen engagierten Frauen, zu denen auch unsere Partnerorganisationen YETT und PYCD Gender gehören. Was diese Organisationen tun, können Sie persönlich von den zwei AktivistInnen erfahren.

… und die Stärkung des Friedens

Gleiches gilt für die Stärkung des Friedens und die Transformationen von Konflikten: Die Beteiligung der Frauen an der Basis ist Voraussetzung für den Erfolg. Dafür ist die Ausgangslage nicht gut, solange es an Rechten und Möglichkeiten der Beteiligung von Frauen an Entscheidungsprozessen fehlt. Auch hier weiss man also, was zu tun ist: Frauen auf allen Ebenen zu stärken, damit alle gleichberechtigt an der Zukunft mitwirken. Tun wirs!

Sie wollen mehr wissen?

Besuchen sie einen unserer Veranstaltungen zu diesem Thema im Rahmen des Austauschbesuch 2020. Alle Veranstaltungen finden Sie hier oder auf Facebook. Vergessen Sie nicht, die Events zu teilen und fepa zu liken!

 

Afrofeminismus und Aktivismus

Facebook

African Feminism Vs. Western Feminism

It has been argued that because of the exclusion of black women’s struggles and experiences in the Western feminist discourse, African feminism has emerged to address the problems faced by women of the African continent in terms of poverty, diseases and cultural norms that have a tendency to marginalize them in ways to which Western feminists are relatively less subjected.

When one considers the distinguishing features of African feminism from Western feminism, the issue of resistance to oppression on the basis of ethnicity, class and tradition comes into play, especially for African feminism. Although both feminist movements share similar strands of challenging male dominance, African feminism can be quite difficult to define. According to Zimbabwean scholar Rudo Gaidzanwa (2013) feminism in an African context is complex. It cannot be referred to as a single term since it is not representative of the female experiences in all the countries in the continent. It should rather be referred to as African feminisms.

The women movement in the Western world began in the 19th century with the 1st wave feminism with the main concerns on education, employment, marriage laws targeting middle class white women. In the African context women movements were first documented in the 20th century with women across the continent who contributed in the liberation struggles. Throughout the struggles for independence, African women have taken part in the fight against colonialism even though they did not specifically use the term «feminists». Actually, the role of female activists in recent years cannot be understood without briefly tracing the women history during the liberation struggles.

Feminism in Zimbabwe

Feminism movements in Zimbabwe, too, can be traced back to the struggle for independence from the 1960s onwards. The movements do clearly have roots that go beyond the Western feminist discourse. Although relatively  little attention was paid to female guerrilla fighters during the Zimbabwean war of liberation, it is only in recent years that women’s participation in the struggle for independence has become more apparent. The Zimbabwean feminist movement manifested itself when women took up arms to challenge the Rhodesian colonial regime. Over the years, the bravery of powerful Zimbabwean women like Nehanda in what had been called the first Chimurenga (war of liberation in Zimbabwe) and the female guerillas in the second Chimurenga has been a major source of inspiration for local female activists to challenge the patriarchal systems that oppress them.

Feminism in Tanzania

In Tanzania, women have participated actively in the fight for independence, although their contribution is not fully documented. One of the early feminists and politicians is Bibi Titi Mohamed, who during the struggle for independence was actively using her voice to mobilize people to join the revolutionary party. Bibi Titi and several other women who followed her footsteps paved the way for female movements in Tanzania, which was observed in the more recent years, when women challenged the 1971 marriage law, which allowed boys to marry at 18 and girls at 15. Luckily, the law has been amended, and it is all courtesy of feminists and activists who stand up for women’s rights and are unafraid to confront the Tanzanian government, which is playing an influential role in the construction of gender by implementing policies that are rather disadvantageous for women (Mbilinyi, 2018).

The event on the 9th March will discuss what African feminism means to African women of today in terms of the (collective) struggles that women are leading in the second decade of the 21st century. Stay tuned!

Enttäuscht, dass es diesen Artikel nur auf Englisch gibt? Vielleicht wollen Sie dann einen der anderen Hintergrundartikel lesen, z.B. jenen über patriarchale Kultur und wie Frauen damit umgehen?

Besuchen sie einen unserer Events zu diesem Thema im Rahmen des Austauschbesuch 2020. Alle Veranstaltungen finden Sie hier oder auf Facebook. Vergessen Sie nicht, die Events zu teilen und fepa zu liken!