FarmarbeiterInnen

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Farmarbeiter_innen

Zusammen mit dem CRLS (Centre for Rural Legal Studies) bestärken wir Farmarbeiter, für die Verbesserung ihrer oftmals verheerenden Lebens- und Arbeitsbedingungen einzutreten und die Abhängigkeit von den Farmbesitzern zu verringern.

Aktuell

Am 20. Mai 2017 hat eine einjährige Kampagne gestartet: Die FarmarbeiterInnen fordern sauberes Wasser und menschenwürdige sanitäre Anlagen für alle auf den Farmen in der zentralen Karoo.

Besserstellung von Landarbeitergemeinschaften

«Nichts mehr über uns, nichts mehr ohne uns» lautet der Slogan der Farmarbeitergemeinschaften in der zentralen Karoo, die seit 2013 als Organisation formell registriert sind. Damit bringen die Farmarbeiter zum Ausdruck, worunter sie in den vergangenen Jahrhunderten am meisten litten.
Obwohl lange Stunden für wenig Lohn gearbeitet werden muss, geht es hier nicht einfach um gewerkschaftliche Anliegen. Das Leben der Farmarbeiterfamilien spielt sich auf der Farm ab, wobei eine grosse Abhängigkeit vom Arbeitgeber besteht. Wohnrechte, Zugang zu Wasser und sanitären Einrichtungen, zu Schule, Transportmöglichkeiten zum nächsten Geschäft, all dies hängt zu oft vom guten Willen des Farmbesitzers ab.

Auch 20 Jahre nach dem Ende der Apartheid sind die in der Verfassung garantierten Rechte im Alltag nicht verwirklicht. Die Regierung hat zwar Gesetze zum Schutz der FarmarbeiterInnen erlassen – diese sind jedoch auf der Durchführungsebene nicht angekommen. Ungefähr 900’000 LandarbeiterInnen, mehrheitlich Frauen, werden in Südafrika in der Landwirtschaft zumeist saisonal beschäftigt. Sie leben geographisch isoliert und haben kaum Zugang zu Informationen. Aufgrund der prekären Lebensbedingungen ist ihr Hauptanliegen meist, das Überleben ihrer Familien zu sichern. Häusliche Gewalt und Alkoholismus sind häufig.
Das Projekt erzielte in den letzten Jahren grosse Fortschritte: Dank der neuen Organisation können die FarmarbeiterInnen zum ersten Mal gemeinsame Forderungen erheben und diese gegenüber Behörden und Farmbesitzern vertreten.

In unserem Projekt identifizierten die FarmarbeiterInnen Ihre wichtigsten Probleme und werden dabei unterstützt, sich dieser anzunehmen. Sie wehren sich gegen ungerechtfertigte Entlassungen und Vertreibungen von den Farmen, nehmen das Thema des Alkohol- und Drogenmissbrauch auf, führen aber auch Workshops über das Führen eines Haushaltsbudgets durch. Zudem durchbrechen sie eine Mauer des Schweigens, zum Beispiel indem sie sich im Gemeinschaftsradio zu Wort melden.

Die fepa-Partnerorganisation CRLS (Centre for Rural Legal Studies) in Stellenbosch unterstützt und stärkt die kürzlich gegründete Organisation der lokalen Farmgemeinschaften indem sie die VertreterInnen der FarmarbeiterInnen dazu befähigt, ihre Interessen gegenüber Behörden und Farmbesitzern zu vertreten. Zudem hilft CRLS beim Aufbau der Organisation und bei der Vorbereitung einer Kampagne für bessere Wasserversorgung und sanitäre Einrichtungen auf den Farmen.

fepa Partnerorganisationen Centre for Rural Legal Studies, Stellenbosch und Central Karoo Farmworkers Association
Ort Südafrika, Zentrale Karoo
Zielgruppe FarmarbeiterInnen und ihre Familien
fepa Beitrag 2016 CHF 40’000
fepa Beitrag 2017 CHF 30’000

Weiterführende Informationen

Homepage unserer Partnerorganisation CRLS

Komitees für FarmarbeiterInnen in der Karoo, Südafrika Bericht auf Deutsch Bericht auf Englisch