Gender Aktivismus

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GEnder Aktivismus

Junge Frauen engagieren sich gegen sexuelle Ausbeutung, Kinderheirat und für mehr Gleichstellung. Das neu gegründete „Gender Office“ schafft Raum für Dialog unter den Frauen, welche schädliche Praktiken kritisch und kultursensibel hinterfragen.

Aktuell

In Theater- und Musikgruppen inszinieren die Jugendlichen  witzige und informative Beiträge, welche aktuelle Themen behandeln und auf Probleme aufmerksam machen.

Mädchen- und Frauenrechte voranbringen

Das Ziel dieses Projektes ist eine geschlechtergerechtere Gesellschaft in der Region um Checheche und Chisumbanje in Chipinge Distrikt, Zimbabwe. Junge Frauen sollen eine zentrale Rolle in den Entwicklungsbemühungen spielen können. Dazu gibt das Projekt ihnen eine Stimme, stärkt ihre Stellung in der lokalen Gemeinschaft und unterstützt sie, Hindernisse aus dem Weg zu räumen, die vereiteln, dass sie diese Rolle einnehmen können. Darum unterstützt das Projekt junge Frauen aus der Gemeinschaft, welche geschlechtsbasierte Ungerechtigkeiten selber und kultursensitiv angehen.

Unmittelbar stärkt das Projekt mit konkreten Massnahmen das Recht der Mädchen und jungen Frauen über ihren Körper selber verfügen zu können, denn das ist eine Grundlage für den Ermächtigungsprozess. Dank einer gezielten Vernetzungsarbeit und Wissenstransfer in diese ländliche Region stellt das Projekt Kompetenzen von anderen Organisationen, die bisher gar nicht in der Projektregion aktiv waren, zur Verfügung und verankert diese in der lokalen Organisation mit ihren «gender activists». 


Der fepa Projektpartner ‚Platform for Youth Development‘ (PYD) ist eine engagierte und lokal stark verwurzelte Jugendorganisation. Mit ihren vielen Mitgliedern und den 20 ausgewählten «Gender-AktivistInnen»  erarbeitet PYD einen Wandel in den Einstellungen und Handlungsweisen bei den Mitgliedern von ländlichen Gemeinschaften in Chipinge in Zimbabwe. Diese Gemeinschaften sind geprägt durch kulturell geprägte Benachteiligungen von Mädchen und (jungen) Frauen sowie durch eine sozioökonomische Dynamik, die sich negativ auf die sozialen Rechte der Mädchen und jungen Frauen auswirkt.

Die Aktivitäten umfassen den Erhalt einer Struktur, die auf explizite Rechtsbrüche und Benachteiligungen reagieren kann. Weiter führen sie einen Advocacy- und Dialogprozess auf verschiedenen Ebenen durch, um die Problematiken anzusprechen und um für die Rechte der Zielgruppe mehr Gehör und Anwendung zu verschaffen. Dies wird auch durch das konkrete Empowerment der Zielgruppe erreicht, durch Workshops und umfassende Aufklärung über Rechte und über den eigenen Körper.

Insgesamt ist dieses Projekt nach den Prinzipien eines rechtebasierten Ansatzes formuliert. Dieses Projekt basiert auf einer «Pilotphase», in der die Funktionalität dieses Ansatzes im konkreten Fall getestet wurde und die wesentlich ergänzt wird. Es handelt sich also nicht um eine umfangmässige Erweiterung bereits bestehender Aktivitäten, vielmehr werden diese im bestehenden Umfang weitergeführt. Die Ergänzungen werden den Impact und die Ergebnisse verstärken. Vor allem wurden sie in einem partizipativen Prozess entwickelt, für den die Pilotphase die Grundlage war.

Das Projekt besteht aus 9 integrierten Komponenten, die zusammen einen einen Dialog zwischen gestärkten Dialogpartnern fördern und auch Massnahmen enthalten, welche themenrelevante Institutionen systemisch stärken. Entsprechend sind die Komponenten von unterschiedlicher Komplexität in der Umsetzung. Hier sind die Komponenten aufgezählt nach ihrem Umsetzungsgrad zum jetzigen Zeitpunkt:

  • Komponente 1 – Drop In & Mädchentreff: Regelmässiger Treffpunkt, Erstberatungsstruktur bei Übergriffen. 

  • Komponente 2 – Theater- und Musiktruppe: Nützliches Instrument für Jugendliche, um Wissen zu verbreiten und Probleme zu thematisieren. 

  • Komponente 3 – Kapazitätenstärkung der «champions of rights»: Intensive themenbezogene Ausbildung von sog. «gender activists», Einführung dieser jungen Leute in einen Dialogprozess mit älteren Frauen. 

  • Komponente 4 – Sensibilisierung von PflichtenträgerInnen: Workshops und Lobbyaktivitäten zusammen mit PflichtenträgerInnen mit dem Ziel dass Institutionen wie die Polizei, Kliniken, aber auch Kirchen allgemein „jugend-„ und im speziellen „mädchenfreundlicher“ werden. 

  • Komponente 5 – Sportanlässe: Einfache, unverfängliche Aktivitäten, die besonders geeignet sind als Rahmen für Aufklärungsarbeit und die leicht selber organisiert werden können.
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Komponente 6 –  Peer to peer training: Grundlagen legen für die Umsetzung eines umfangreichen Trainingsprogrammes von Jugendlichen für Jugendliche.
  • Komponente 7 – Aktivitäten im Rahmen der internationalen Aktionstage «16 Tage gegen Gewalt an Frauen» 

  • Komponente 8 – Frauen und gleichberechtigte Teilhabe am ökonomischen Leben: Stärkt Frauen, die sich gegen die Benachteiligung von Frauen im Erwerbsleben und in der Geschäftswelt, aber auch beim Marktzugang und Landbesitzrechten einsetzen. 

  • Komponente 9 – Strukturbeitrag und Organisationsentwicklung für PYD 

fepa Partnerorganisation Platform for Youth Development
Ort Chipinge, Zimbabwe
Zielgruppe Mädchen und junge Frauen
fepa Beitrag 2017 CHF 18’500
fepa Beitrag 2018 mindestens CHF 25’000

Weiterführende Informationen

Interview mit der Projektleiterin Cynthia Gwenzi